«Be the change...»

«Sei du selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest». Diesen Satz von Ghandi stellte ich an den Anfang meiner Dankesrede für den Welternährungspreis 1995. So einleuchtend es tönt – so schwierig scheint die Umsetzung in der Praxis.

Hans Rudolf Herren, Präsident der Stiftung Biovision

Als wir vor 20 Jahren mit Biovision mit den ersten Selbsthilfeprojekten im Kampf gegen Hunger und Armut begannen, war uns klar, dass auch wir keine Lösung für alle Probleme der Welt bieten können.

Aber was ich als Bauerlehrling, junger Wissenschaftler, Forschungsleiter und später als Berater von Entscheidungsträgern erlebt habe zeigt mir, dass vieles möglich ist, wenn der Wille zur Veränderung besteht.

Mit Biovision engagieren wir uns inzwischen auf allen Ebenen: Mit Afrikas Bauern auf dem Feld, mit WissenschaftlerInnen im Labor, mit Verhandlungsführern globaler Konferenzen, und für einen nachhaltigen Konsum in der Schweiz.

Die Frage: «tun wir das Richtige und tun wir es richtig» müssen sich alle Beteiligten immer wieder stellen. Erfolge und Misserfolge dienen als Lernfelder. Gelungene Ansätze kreieren Perspektiven und können im besten Fall auch junge Leute ermutigen, in der Landwirtschaft zu bleiben und nicht in die Slums der Städte zu ziehen. All das braucht einen langen Atem und die innere Überzeugung, dass unsere Vision von einer Welt ohne Hunger und Armut nicht nur möglich, sondern unabdingbar notwendig ist.

Hans Rudolf Herren, Präsident der Stiftung Biovision
Porträt eines Mannes