Slow Food Uganda
In Uganda arbeitet Biovision mit Slow Food Uganda an einem nachhaltigen Wandel des Ernährungssystems. Gemeinsam werden lokale Märkte aufgebaut, die biologische Vielfalt gestärkt und die Menschen für gesunde Ernährung sensibilisiert. Ziel ist ein gerechtes und resilientes Agrar- und Lebensmittelsystem.
Ausgangslage: Gesundes Essen ist nicht selbstverständlich
Trotz fruchtbarer Böden leiden viele Menschen in Uganda unter Mangel- und Fehlernährung. Die lokale Landwirtschaft steht unter Druck: Monokulturen, industrielle Landwirtschaft und unregulierte Märkte verdrängen traditionelle Anbaumethoden. Gleichzeitig fehlt es an Wissen über gesunde Ernährung und an politischer Unterstützung für agrarökologische Ansätze.
Ziele: Ernährungssysteme lokal und gerecht gestalten
Slow Food Uganda und Biovision fördern die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung gesunder, lokal erzeugter Lebensmittel. Im Zentrum stehen lokale Märkte, Sensibilisierung in Schulen, gemeinschaftlich gepflegte Gärten und der Aufbau von Saatgutbanken. Kleinbäuer:innen und lokale Produzent:innen werden in agrarökologischen Methoden geschult und durch verbesserte Marktzugänge gestärkt. Eine zentrale Rolle spielen Frauen und Jugendliche, deren Mitbestimmung und unternehmerische Initiativen gezielt gefördert werden.
Auf einen Blick
Projektname:
Slow Food Uganda: Ernährung, Märkte, Biodiversität
Projektland: Uganda
Partnerorganisationen:
Slow Food Uganda
Projektbudget in CHF:
430904
Teilnehmende: Bäuerinnen und Bauern Konsument:innen
Projektbetreuung:
Projektphase: 2026 - 2028
In diesem Projekt stehen folgende Nachhaltigkeitsziele der UNO Agenda 2030 im Fokus:
Region
Themen
Bisherige Wirkung: Wissen, Märkte und Netzwerke aufgebaut
In einer ersten Projektphase wurden in mehreren Regionen Saatgutbanken, Schulgärten und lokale Verkaufsstellen für gesunde Lebensmittel eingerichtet. Mit Kochgruppen, Bildungsangeboten und Medienkampagnen wurden tausende Menschen für gesunde Ernährung sensibilisiert. Erste politische Fortschritte wurden auf lokaler Ebene angestossen. Die Nachfrage nach sicheren, gesunden Lebensmitteln ist spürbar gestiegen – doch viele Konsument:innen haben weiterhin keinen Zugang zu solchen Produkten.
Weiteres Vorgehen: Gesunde Ernährung für mehr Menschen zugänglich machen
In der neuen Phase wird das Projekt auf zehn Bezirke ausgeweitet. Noch mehr Familien sollen Zugang zu gesunden Lebensmitteln erhalten und gleichzeitig neue Einkommensquellen erschliessen.
Dafür entstehen neue Verkaufsstände auf lokalen Märkten, an denen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ihre Produkte direkt verkaufen können. Frauen und Jugendliche werden gezielt unterstützt, eigene kleine Betriebe rund um Anbau, Verarbeitung und Verkauf aufzubauen.
Köchinnen, Produzentinnen und Marktverkäuferinnen werden miteinander vernetzt und in gesunder Ernährung sowie lokalen Rezepten geschult. In Schulen entstehen neue Gärten, in denen Kinder lernen, wie Lebensmittel wachsen und warum Vielfalt auf dem Teller wichtig ist. Auch auf politischer Ebene bringt sich das Projekt ein. Ziel ist es, dass gesunde Ernährung und ökologische Landwirtschaft künftig stärker berücksichtigt werden – zum Beispiel in Schulverpflegung oder der öffentlichen Beschaffung.
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Fabiana Schuppli
Teamleiterin Partnerships
+41 44 512 58 12
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