Kein Hunger dank Imkerei

Von

Peter Lüthi, Reporter und Redaktor

Die Imkerei ist eine schonungsvolle Nutzung der knappen Ressourcen in semiariden Zonen. Bienenhonig ist gesund, und der Verkauf bringt den oft mittellosen Familien wichtiges Einkommen, etwa zum Kauf von Essen während extremer Trockenzeiten.

Mary Kameun (links) und Nelly Lotoro kochen Ugali für ein Fest der Lomut Traditional Dancers. Diese Gruppe liess sich ab 2004 auch zu Bienenhalterinnen und -haltern sowie Produzentinnen und Produzenten von reinem Bienenhonig ausbilden. Anlässlich meines Besuches am 12. Dezember 2006 feierten sie den Jahresabschluss mit dem kenianischen Hauptgericht Ugali und Sukuma Wiki. Das ist eine Art Polenta aus sehr fein gemahlenem Maismehl mit einheimischem Federkohl.

Das Biovision-Projekt Cabesi wurde 2003 gestartet und 2014 abgeschlossen. Seither wird das Unternehmen von einer einheimischen Trägerschaft erfolgreich weitergeführt.

«Cabesi war eine Initialzündung und hat den Honigmarkt in West Pokot lanciert», sagt Mercy Kiyapyap, die nach der Projektübergabe zur Co-Managerin des Cabesi Marketplace gewählt wurde. Und Paul Losute, ihr Ehemann und Co-Manager, ergänzt stolz: «Vor dem Projektbeginn war der Honig aus West Pokot mit Wachs vermischt und mit Bienenkadavern verschmutzt. Er hatte praktisch keinen Wert. Heute produzieren wir den besten Qualitätshonig in Kenia. Wir sind die Nummer eins der Nation!» Davon profitieren heute insgesamt ca. 1600 Imkerfamilien.

Im letzten Sommer bestimmte die Regierung in West Pokot die Imkerei neben der Hühnerhaltung und der Produktion von Ziegenfleisch als einen der drei Hauptpfeiler für die wirtschaftliche Entwicklung im County. Das zuständige Ministry for Lifestock wählte Cabesi als Hauptpartner zur Umsetzung des Bienenprogramms.

Unser Bild steht für eines der Hauptziele der Arbeit von Biovision. Denn mit den meisten unserer Entwicklungsprojekte in Afrika leisten wir einen Beitrag zur Erreichung von Ziel 2 der nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO: Kein Hunger.

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