Boden erleben, hören und begreifen

Von

Margarete Sotier (Text und Bilder)

Die Bodenaktionstage lassen Besucher:innen in der ganzen Schweiz hören, fühlen und entdecken, was unter unseren Füssen lebt. Mit Bodenhören, Lupinen-Degustation und Mitmachposten wird Boden mit allen Sinnen erlebbar.

Dem Boden auf der Spur

«Ich hatte mal Springschwänze in einer Amaryllis zuhause», erzählt eine Besucherin begeistert. «Beim Giessen hüpften sie jedes Mal hoch» fährt sie fort, während sie mit einer Hand in einer Kiste voller Erde wühlt. Dort fischt sie Nachbildungen von Regenwurm, Pseudoskorpion und Springschwanz heraus. Neben ihr gräbt ein Kind ebenfalls in der Erde und sucht nach weiteren Bodentierchen. Es wird gestaunt, gelacht und diskutiert. Genau darum geht es bei den Bodenaktionstagen.

Seit Anfang Jahr machen die Bodenaktionstage in der ganzen Schweiz Halt. Sie gehören zum Bodenaktionsjahr 2026 von Biovision, das Menschen für die Bedeutung gesunder Böden sensibilisiert.

Die Aktionstage zeigen das an sechs verschiedenen Posten, die zum Mitmachen und Anfassen einladen. Besucher:innen hören mit Kopfhörern in den Boden hinein, lernen bei einem Leiterli-Spiel die Gefahren und Fördermassnahmen für Bodenlebewesen kennen oder erfahren, welche Alternativen zu Einwegplastik den Alltag nachhaltiger machen. Viele nutzen zudem die Gelegenheit, sich freiwillig zu verpflichten, regelmässig Abfall aufzusammeln und korrekt zu entsorgen.

An sechs Mitmach-Stationen wird Boden erlebbar

Besonders beliebt ist der Posten mit Lupinenprodukten. Viele Besuchende begegnen der vielseitigen Hülsenfrucht zum ersten Mal. Dabei erfahren sie nicht nur, wie Lupinen als Snack oder verarbeitet zu Kaffee schmecken, sondern auch, weshalb sie für eine nachhaltige Landwirtschaft interessant sind und als heimisches Superfood Potenzial haben. (Hier können Sie kostenlos ein Lupinen-Plakat bestellen.)

Dass Bodenschutz auch von politischen Entscheidungen abhängt, wird an einem weiteren Posten erlebbar. Anhand einer fiktiven Abstimmung können die Besucher:innen erleben, wie man sich politisch engagieren und wie jede und jeder sich an (öffentlichen) Diskursen beteiligen kann.

Auch die jüngsten Gäste kommen auf ihre Kosten. Beim Basteln vom idealen Naturort, Experimentieren mit Bodenelementen und Untersuchen vom Wurmkompost lernen sie spielerisch, woraus Boden besteht und weshalb er ein faszinierender Lebensraum für unzählige Lebewesen ist.

Die letzten Bodenaktionstage finden in den kommenden Wochen statt. Wer vorbeikommt, gewinnt nicht nur neue Eindrücke, sondern auch ein facettenreiches Bild vom Boden.

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