Fünf Jahre Biovision in der Westschweiz 

Von

Lothar Lechner, Biovision.

Die Geschäftsstelle von Biovision in der Westschweiz, mit Sitz in Genf, feierte im Dezember 2024 ihren fünften Geburtstag. Gelegenheit, um auf die wichtigsten Meilensteine und Erfolge der letzten Jahre zurückzublicken – und sich auf das zu freuen, was noch kommt.

Im Herbst 2019 eröffnete Biovision eine Geschäftsstelle in Genf mit einem klaren Ziel: die Präsenz in der Westschweiz zu stärken, Beziehungen zu lokalen und internationalen Partnerorganisationen auszubauen und neue Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen. Die Wahl fiel bewusst auf Genf, den Sitz der Vereinten Nationen, mit zahlreichen öffentlichen Verwaltungen und Stiftungen, die sich für das Gemeinwohl engagieren. So konnte Biovision ein breites, regionales und internationales Publikum erreichen und ihr Engagement für die Transformation der Ernährungssysteme durch Agrarökologie weiter stärken. 

Über 12.000 Konsumentinnen und Konsumenten sensibilisiert 

In fünf Jahren wurden über 12.000 Personen durch das CLEVER-Projekt sensibilisiert, sei es durch Biovision selbst oder durch Partner wie L’éprouvette der Universität Lausanne. In fiktiven und immersiven Mini-Supermärkten entdecken Jugendliche bei CLEVER, wie ihr Konsum ihre Gesundheit und die Umwelt beeinflusst, und erhalten praktische Tipps für verantwortungsvolle Entscheidungen beim eigenen Einkauf. 

45 organisierte Veranstaltungen 

Die Geschäftsstelle Westschweiz organisierte 45 Veranstaltungen, von Workshops über nachhaltige Landwirtschaft bis hin zu Treffen mit nationalen und internationalen Partnern. Diese Events dienten der Wissensvermittlung und boten eine Plattform für den Austausch zwischen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und nachhaltiger Landwirtschaft, politischen Verantwortlichen, Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern sowie der breiten Öffentlichkeit. 

Ausschnitt aus der Sendung "Une exposition itinérante veut sensibiliser les élèves fribourgeois à une consommation durable" von le12h45, 27. Juni 2022.

Agrarökologie im Rampenlicht 

Biovision steigerte ihre Sichtbarkeit durch 83 Auftritte in Westschweizer Medien. Ob in regionalen Zeitungen, Radiointerviews oder nationalen TV-Beiträgen – die Botschaft von Biovision fand Resonanz. Dies trug dazu bei, das öffentliche Bewusstsein für Agrarökologie und die Ziele von Biovision weiter zu schärfen. 

2,6 Millionen CHF gesammelt 

Ein bedeutender Erfolg der Geschäftsstelle Westschweiz liegt in ihrer Fähigkeit, Mittel zur Unterstützung unserer Projekte zu mobilisieren. Dank der durch die oben genannten Aktivitäten geschaffenen Sichtbarkeit gelang es den Verantwortlichen für institutionelles Fundraising, zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer zu gewinnen und über 2,6 Millionen CHF zu sammeln. Und das ist erst der Anfang: Mit Energie, innovativen Ideen und einem erweiterten Netzwerk will die Geschäftsstelle Westschweiz von Biovision noch mehr finanzielle Partner für die so dringende Transformation unserer Ernährungssysteme gewinnen. 

Mitarbeiterinnen der Stiftung Biovision in Neuchâtel sensibilieren die Bevölkerung,

Ein engagiertes Team 

Hinter diesen Erfolgen steht ein engagiertes Team. Insgesamt haben in den letzten fünf Jahren fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Aktivitäten der Geschäftsstelle beigetragen. Dank ihrer Expertise und ihrem Einsatz haben sie die Ziele von Biovision in der Westschweiz vorangebracht, zahlreiche Projekte umgesetzt und ein solides Netzwerk aufgebaut. 

Ein Blick in die Zukunft 

Diese fünf Jahre haben gezeigt, wie wichtig lokale Präsenz und starkes Engagement für die Förderung von Agrarökologie und nachhaltiger Entwicklung sind. Mit dieser Erfahrung und diesen Erfolgen blickt Biovision optimistisch in die Zukunft und setzt weiterhin alles daran, unsere Vision in der Westschweiz und weltweit zu verwirklichen:  Ein Ernährungssystem mit Zukunft — genügend und gesunde Nahrung für alle, auf umwelt- und sozialverträgliche Weise produziert und konsumiert. 

Das Team freut sich darauf, sich auch in Zukunft für ein nachhaltiges Ernährungssystem einzusetzen.

Weitere Beiträge

Landwirtschaft

Das lernende System im Zürcher Weinland

Der Grüthof in Wildensbuch ZH zeichnet sich durch seine Vielfalt aus. Dabei zeigt sich die Freude von Beatrice Peter und Jorge Vásquez am Experimentieren.
Landwirtschaft, Märkte

Das Wir gewinnt

Intensiver Tabakanbau war im Norden Malawis lange eine der wenigen Möglichkeiten, um zu Geld zu kommen. Monica Ngoma geht gemeinsam mit ihrem Mann und anderen jungen Bäuerinnen und Bauern einen neuen Weg: Zusammenarbeit, agrarökologische Methoden und lokale Wertschöpfung statt Abhängigkeit von Chemie, Tabak und der Willkür des Weltmarkts.
Politik

Wenn Energiekrisen das Ernährungssystem treffen

Die aktuellen Spannungen im Nahen Osten rücken Öl- und Energiemärkte in den Fokus. Doch auch das globale Ernährungssystem kann dadurch unter Druck geraten. Charlotte Pavageau von Biovision ordnet ein, warum das ausgerechnet die ärmsten Haushalte besonders hart treffen würde.
Märkte

Was agrarökologische Unternehmen brauchen, um Wirkung zu entfalten

Am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos diskutierten Fachleute an einem von Biovision organisierten Panel, wie agrarökologische Unternehmen erfolgreich wirtschaften können. Dabei bekannte sich ein hochkarätiger Gast als Agrarökologie-Fan.