Greener Greens: Biovision gestaltet die Zukunft grün

Im kenianischen Bezirk Murang’a ist Agrarökologie gesetzlich verankert. Ein Meilenstein. Mit unserem Projekt Greener Greens wollen wir nicht nur den Gemüseanbau der Region agrarökologisch weiter ausbauen, sondern die gesamte Landwirtschaft. Vom Wassermanagement über ausgewogene Ernährung bis hin zur Schaffung zukunftsfähiger Jobmöglichkeiten.  

Ausgangslage: Harte Bedingungen für Landwirtschaft

In Ostafrika hat die intensive Landwirtschaft und der übermässige Einsatz von Chemikalien, besonders beim Gemüseanbau, negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Um dem entgegenzuwirken, hat der Bezirk Murang’a Agrarökologie gesetzlich verankert. 

Seit 2021 unterstützt Biovision ein Projekt unserer Partner World Vegetable Center (WorldVeg) und der Netherlands Development Organisation (SNV), das sich damit befasst, Kleinbäuerinnen und -bauern in Murang’a agrarökologische Gemüseanbaumethoden näherzubringen. In einer neuen Projektphase in Murang’a und einem benachbarten Bezirk will WorldVeg weiterhin mit Landwirt:innen zusammenarbeiten, um die agrarökologische Gemüseproduktion zu optimieren. 

Eine zusätzliche Komponente ist ein verbessertes Wassermanagement, das dazu beitragen soll, Gemüse länger während der sechsmonatigen Trockenzeit anzubauen. Zudem wird daran gearbeitet, die Gemüseproduktion besser in die allgemeine Landwirtschaft zu integrieren. 

Da in vielen Teilen der Bevölkerung Mangelernährung herrscht, wird das Projekt durch Events, Medienanlässe und Kochkurse ergänzt, um die Ernährung mit gesundem, biologisch produziertem Gemüse in der allgemeinen Bevölkerung zu fördern. 

Schliesslich werden Pilotversuche in Markt- und Mikrobusinessansätzen unterstützt, die arbeitslosen Jugendlichen und Frauen Einkommensquellen ermöglichen können. 

Ziele: Mehr Einkommen, gesündere Familien

Unser Hauptziel ist es, dass noch mehr Bäuerinnen und Bauern der Region nachhaltigere Methoden für ihren Gemüseanbau anwenden. Das soll die Natur und Biodiversität schützen und gleichzeitig zu höheren Erträgen und mehr Einkommen bei den bäuerlichen Gemeinschaften führen. 

In einer ersten Phase konnten wir nachweisen, dass agrarökologische Ansätze für kleinbäuerliche Gemüseproduktionssysteme von Vorteil sind. Sie tragen zu Anbauflächen bei, die deutlich widerstandsfähiger gegenüber Umweltauswirkungen sind. 

Nun gilt es, noch mehr Bäuerinnen und Bauern von agrarökologischen Praktiken zu überzeugen – nicht nur auf dem Gemüsefeld, sondern auch bei Getreide- und Früchteanbau, in der Viehhaltung und beim Umgang mit wertvollen Ressourcen wie Wasser. 

Gleichzeitig wollen wir die wichtigsten Akteure der Wertschöpfungskette miteinander verbinden und dadurch neue Märkte für agrarökologische Produkte schaffen. 

Auf einen Blick

Projektname:

Greener Greens Murang’a
Projektland:
Kenia
Teilnehmende:
Bäuerinnen und Bauern
Jugendliche
Projektbetreuung:
Projektphase:
2024-2026
Status:
Laufend
Partnerorganisationen:

World Vegetable Center 

In diesem Projekt stehen folgende Nachhaltigkeitsziele der UNO Agenda 2030 im Fokus:
Region
Themen

Bisherige Wirkungen: Nachhaltig und effizient

Zusammen mit unseren Partnern vor Ort haben wir erste Schritte unternommen, um die Landwirtschaft der Region umweltfreundlicher zu gestalten. Durch Schulungen und wissenschaftliche Begleitung haben wir gezeigt, dass die eingesetzten Praktiken tatsächlich funktionieren. 

Hunderte Bauern konnten ihr Einkommen bereits steigern. Viele treffen sich mittlerweile regelmässig in Gruppen – sogenannten Vegetable Business Networks – und tauschen sich über Herausforderungen und Chancen ihrer Landwirtschaft aus. Dadurch erhalten sie auch in der Wertschöpfungskette mehr Gewicht und werden zu wichtigen Akteuren. 

Zahlen und Fakten zum Projekt

Landwirtinnen und Landwirte profitieren direkt vom Projekt
Landwirtinnen und Landwirte profitieren indirekt vom Projekt

Weiteres Vorgehen: Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen

In einem nächsten Schritt wollen wir nicht nur den Gemüseanbau der kleinbäuerlichen Familien nachhaltiger und effizienter machen, sondern den gesamten landwirtschaftlichen Betrieb verbessern – von einem cleveren Wassermanagement über nachhaltige Viehhaltung bis hin zu einem diversifizierten Anbau und gesünderer Ernährung. Hunderte Bäuerinnen und Bauern werden in dieser zweiten Phase beteiligt sein. 

Gleichzeitig wollen wir weitere Wege testen, um der Jugendarbeitslosigkeit der Region entgegenzuwirken. Durch nachhaltige Anbaumethoden entstehen neue Märkte – etwa der Verkauf von Samen, Setzlingen oder biologischem Dünger. Für diese Märkte versuchen wir, die Jugend zu gewinnen und ihnen so ein stabiles Einkommen zu ermöglichen. 

Mit Schulungen und Networking-Events sorgen wir dafür, dass Bäuerinnen und Bauern einen noch besseren Zugang zu den Märkten erhalten, um ihre Produkte zu verkaufen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die positiven Veränderungen nachhaltig sind und sich Agrarökologie als Wirtschaftsmodell weiterverbreitet. 

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Sharon Nehrenheim

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