Gesunde Frucht mit dunkler Seite

Von

Elisa Wilk, Biovision

Der Avocado-Boom in den reichen Ländern wirkt sich nicht nur negativ auf Umwelt und Klima aus, sondern hat auch direkte Folgen für die Kleinbäuerinnen in den Produktionsländern.

Sie ist voller Vitamine und Mikronährstoffe sowie Quelle guter Fette – kein Wunder ist die Avocado so beliebt. Die stark steigende Nachfrage nach dieser Frucht setzt die Menschen in den Produktionsländern jedoch unter Druck. Avocadoplantagen haben einen hohen Wasserbedarf, was die Wasserreserven bedroht. Dies ist umso problematischer, als viele Anbauregionen unter Trockenheit leiden. So wird Kleinbäuerinnen und Kleinbauern buchstäblich das Wasser abgegraben. Die Auswirkungen der Avocadoproduktion beschränken sich nicht aufs Wasser. Oft werden grosse Waldflächen gerodet, um Platz für Avocadofelder zu schaffen. Schliesslich müssen die Früchte während des Transports gekühlt werden, was weiter zur schlechten Umweltbilanz beiträgt. Fast schon zynisch erscheint angesichts dieser Problematiken die Tatsache, dass ein Grossteil der angebauten Früchte auf dem Müll landet, weil sie nicht den Grössen und Formkriterien des westlichen Marktes entsprechen.

Zahlen und Fakten über die Avocado

Jedes Jahr werden in Mexiko
0
Hektar Wald für Avocado-Plantagen gerodet.
Für 1 kg Avocados braucht es
0
Liter Wasser.
Spanien ist mit jährlich
0
Tonnen Europas wichtigstes Produktionsland.

Locamole statt Guacamole

Für gesellige Aperitifs empfehlen wir Hummus statt Guacamole. Die Kichererbsen-Paste steht dem Avocadomus in Sachen Geschmack in nichts nach, ist aber um Längen nachhaltiger! Kichererbsen sind eine wichtige Quelle für pflanzliches Eiweiss und sie werden auf trockenen Böden angebaut, benötigen wenig Wasser, Dünger und Pestizide. Der in diesem Artikel bewertete Hummus wird zu 100 % in der Schweiz hergestellt und die überwiegende Mehrheit seiner Zutaten stammt aus biologischem Anbau.

Rezept-Tipp von Elisa

Elisa Wilk
 «Mit etwas Kreativität kommt man ohne Probleme zu Guacamole-Alternativen. Ich empfehle, einmal Brocamole auszuprobieren, eine Paste aus Brokkoli.»
Elisa Wilk, Praktikantin Programm Schweiz, Romandie

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