Lebensmittelapotheken für gesunde Ernährung

In Murang’a im Zentrum Kenias verbindet Biovision gesunde Ernährung mit nachhaltiger Landwirtschaft. Das Projekt schafft neue Absatzmöglichkeiten für Kleinbäuerinnen und -bauern und verbessert die Gesundheitsversorgung durch Zugang zu frischen, ökologischen Lebensmitteln.

Ausgangslage: Ungesunde Ernährung

Murang’a ist eine ländlich geprägte Region nordöstlich von Nairobi. Obwohl viele Menschen in der Landwirtschaft tätig sind, leiden zahlreiche Familien an Mangel- oder Fehlernährung. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren sowie Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck. Gesunde, lokal produzierte Lebensmittel sind oft schwer erhältlich oder zu teuer. Gleichzeitig gefährden intensive Anbaumethoden die Bodenfruchtbarkeit und Wasserqualität der Region.

Ziele: Gesundheit stärken, Landwirtschaft umstellen

Gemeinsam mit der Organisation Diabetes Awareness Trust (DAT) und lokalen Behörden setzt Biovision ein Pilotprojekt um, das gesunde Ernährung mit agrarökologischer Landwirtschaft verbindet. Im Zentrum stehen sogenannte «Lebensmittelapotheken» – lokale Verkaufsstellen, in denen medizinisch betreute Menschen frisches, ökologisch produziertes Gemüse und andere Grundnahrungsmittel beziehen können.

Bäuerinnen und Bauern erhalten Trainings zu biologischem Anbau, Fruchtfolge und Vermarktung. Begleitend werden Gesundheitspersonal und Gemeindemitarbeitende in Ernährungsberatung geschult. Ziel ist es, die Ernährungssituation nachhaltig zu verbessern, lokale Märkte zu fördern und die Umsetzung agrarökologischer Ansätze auf politischer Ebene zu unterstützen.

Auf einen Blick

Projektname:

Lebensmittelapotheken für gesunde Ernährung
Projektland:
Kenia
Partnerorganisationen:

Diabetes Awareness Trust 

Projektbudget in CHF:

453905
Teilnehmende:
Bäuerinnen und Bauern
Kleinbäuerinnen und -bauern
Projektbetreuung:
Projektphase:
2026 - 2028
In diesem Projekt stehen folgende Nachhaltigkeitsziele der UNO Agenda 2030 im Fokus:

Dieses Projekt wird von der Deza unterstützt.

Region
Themen

Bisherige Wirkung: Auf bestehendem Fundament aufbauen

Das Projekt knüpft an erste positive Erfahrungen an: In Nairobi hat unsere Partnerorganisation DAT ein ähnliches Modell bereits erfolgreich umgesetzt. In Murang’a bestehen erste Ansätze einer Ernährungspolitik und Kooperationsstrukturen zwischen Landwirtschaft und dem Gesundheitsektor. Diese werden nun systematisch weiterentwickelt. Schulen, Kliniken und lokale Produzent:innen sollen hierfür gezielt involviert werden.

Weiteres Vorgehen: Zwei Lebensmittelapotheken in Betrieb nehmen

Von 2025 bis 2028 sollen in Murang’a zwei voll funktionsfähige Lebensmittelapotheken entstehen, die frisches Gemüse, Kräuter und Gewürze direkt von Kleinproduzent:innen anbieten. Schulen sollen sollen Kochkurse und Sensibilisierungsaktionen durchführen, medizinisches Personal Patient:innen zu Ernährung und Prävention stärker beraten. Gleichzeitig wird eine digitale Plattform entwickelt, die Produzent:innen mit Verkaufsstellen vernetzt.

Politische Prozesse im Bezirk sollen so begleitet werden, dass gesunde Ernährung und ökologische Landwirtschaft langfristig zusammen gedacht und gefördert werden. Langfristig ist das Projekt so konzipiert, das dessen Modell auch auf andere Regionen übertragen werden kann.

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Porträt von Tanja Zürcher.

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+41 44 512 58 14

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