Gesunde Ernährung für Menschen in Armensiedlungen

Viele Menschen in Armensiedlungen leiden an Mangelernährung. In Nairobi will Biovision ihnen den Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln ermöglichen.

Ausgangslage: Ernährung sichern, Gesundheit stärken.

In Viwandani, einer Armensiedlung im Industriegebiet Nairobis, leiden viele Menschen unter Mangelernährung und unzureichender Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig fehlt es in der Region Makueni an nachhaltigen Vermarktungswegen für ökologisch produzierte Lebensmittel. Biovision setzt an beiden Punkten an: mit Schulungen für Bäuer:innen im ländlichen Makueni und einem Zugangssystem zu gesunder Ernährung in Viwandani.

Ziele: Agroökologische Praxis, lokale Märkte, gesunde Ernährung

Biovision fördert im Bezirk Makueni den Aufbau agroökologischer Lebensmittelsysteme: Bäuerinnen und Bauern werden geschult, essbare Agroforstsysteme aufgebaut, Wissen zu Unternehmensführung und ökologischer Produktion vermittelt. Diese Methoden schützen die Böden, fördern die Biodiversität und sichern Einkommen. 

Gleichzeitig entwickelt das Projekt ein lokales Vermarktungssystem, um die gesunden Produkte aus Makueni nach Viwandani zu bringen. Dort werden sie unter anderem über einen kleinen Laden oder sogenannte Mama Mbogas (lokale Marktverkäuferinnen) angeboten. 

In Viwandani werden zudem Gesundheitspromotor:innen geschult, die Haushalte über ausgewogene Ernährung aufklären und Kochkurse anbieten. Ziel ist es, das Bewusstsein für gesunde Ernährung zu stärken und Krankheiten durch Mangelernährung vorzubeugen.

Auf einen Blick

Projektname:

Bio-Food für Slums
Projektland:
Kenia
Partnerorganisationen:

Alliance of Bioversity International & CIAT 

Diabetes Awareness Trust (DAT) 

Feedback to the Future (FttF) 

Projektbudget in CHF:

932305
Teilnehmende:
Akteure der Wertschöpfungskette
Gesundheitsbeauftragte in den Gemeinden
Kleinbäuerinnen und -bauern
Konsument:innen in Armsiedlungen
Regierungsmitarbeiter:innen
Projektbetreuung:
Projektphase:
2026-2028
In diesem Projekt stehen folgende Nachhaltigkeitsziele der UNO Agenda 2030 im Fokus:

Dieses Projekt wird von der Deza unterstützt.

Region
Themen

Bisherige Wirkung: Der Anfang ist gemacht

In der ersten Projektphase wurden in Viwandani rund 1.800 Haushalte erreicht und 48 Community Health Promotor:innen geschult. In Makueni erhielten 700 Bäuerinnen und Bauern Trainings zu regenerativer Landwirtschaft. Erste urbane Gärten und ein Laden für Bioprodukte wurden aufgebaut. Die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln nahm zu – für einen stabilen Marktzugang braucht es aber noch tragfähige Modelle und bessere Koordination entlang der Wertschöpfungskette.

Weiteres Vorgehen: Kreisläufe stärken, Wissen verbreiten

In der aktuellen Projektphase sollen bestehende Ansätze verbreitert und vertieft werden. Die Zahl der geschulten Bäuer:innen wird deutlich erhöht, weitere Agroforste entstehen. Jugendgruppen werden in Unternehmensführung und ökologischer Produktion ausgebildet.

 

In Viwandani wird die Zusammenarbeit mit Gesundheitspromotor:innen, Schulen und lokalen Gesundheitsdiensten ausgebaut. Die gesunden Produkte aus Makueni sollen stärker in bestehende Verteilstrukturen integriert werden. Neue Informationskampagnen und Community-Events – darunter Kochveranstaltungen und Food Festivals – stärken das Bewusstsein für gesunde Ernährung.

 

Ziel bleibt ein funktionierendes Ernährungssystem zwischen Stadt und Land, das Einkommen schafft, Gesundheit fördert und eine lokale, agrarökologisch ausgerichtete Wirtschaft stärkt.

Jetzt spenden

Ihre Spende ermöglicht Kleinbäuerinnen und Kleinbauern die Umstellung auf den biologischen Landbau und damit ein selbstbestimmtes Leben. Neben der Verbreitung ökologischer Anbaumethoden unterstützt Ihre Spende auch die weltweite Projektarbeit von Biovision.

CHF
CHF
CHF
CHF Freibetrag
Sharon Nehrenheim

Möchten Sie dieses Projekt unterstützen? Kontaktieren Sie

Sharon Nehrenheim
Bereichsleiterin Kommunikation & Fundraising, Mitglied der Geschäftsleitung
+41 44 512 58 13

Mehr zu diesem oder ähnlichen Projekten

Landwirtschaft

Das lernende System im Zürcher Weinland

Der Grüthof in Wildensbuch ZH zeichnet sich durch seine Vielfalt aus. Dabei zeigt sich die Freude von Beatrice Peter und Jorge Vásquez am Experimentieren.
Landwirtschaft, Märkte

Das Wir gewinnt

Intensiver Tabakanbau war im Norden Malawis lange eine der wenigen Möglichkeiten, um zu Geld zu kommen. Monica Ngoma geht gemeinsam mit ihrem Mann und anderen jungen Bäuerinnen und Bauern einen neuen Weg: Zusammenarbeit, agrarökologische Methoden und lokale Wertschöpfung statt Abhängigkeit von Chemie, Tabak und der Willkür des Weltmarkts.
Politik

Wenn Energiekrisen das Ernährungssystem treffen

Die aktuellen Spannungen im Nahen Osten rücken Öl- und Energiemärkte in den Fokus. Doch auch das globale Ernährungssystem kann dadurch unter Druck geraten. Charlotte Pavageau von Biovision ordnet ein, warum das ausgerechnet die ärmsten Haushalte besonders hart treffen würde.
Landwirtschaft

Wenn Schnecken nicht mehr das Einkommen wegfressen

In Ruanda hat Biovision vor rund einem Jahr agrarökologische Unternehmerinnen aus Ostafrika prämiert. Die Gewinnerin Never Mwambela setzte ihr Preisgeld ein, um ihr Mittel gegen eine invasive Schneckenart zu testen. Die Ergebnisse sind vielversprechend und könnten für Tausende von Kaffeebauernfamilien einen entscheidenden Unterschied machen.