Blühende Märkte in Nordmalawi

Im Norden Malawis schafft Biovision gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen neue Perspektiven für die Landwirtschaft. Agrarökologischer Anbau, lokale Märkte und gemeinschaftliche Verarbeitung stärken Einkommen, Ernährungssicherheit und den ländlichen Raum.

Ausgangslage: Fehlende Perspektiven in der Landwirtschaft

Viele Kleinbäuerinnen und -bauern in Nordmalawi erzielen trotz harter Arbeit kaum stabile Erträge. Es fehlt an Wissen zu ökologischen Anbaumethoden, an Verarbeitungsmöglichkeiten und an funktionierenden Absatzmärkten. Besonders junge Menschen sehen in der Landwirtschaft keine Zukunft. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis nach gesunden, lokal produzierten Lebensmitteln.

Ziele: Landwirtschaft stärken, Märkte aufbauen

Biovision will gemeinsam mit seinen Partnern lokale Märkte für agrarökologisch produzierte Lebensmittel aufbauen. Das Projekt fördert Bäuerinnen, Bauern und Jugendgruppen, ihre Erzeugnisse nicht nur umweltfreundlich zu produzieren, sondern auch lokal weiterzuverarbeiten und zu verkaufen. Damit sollen Einkommen steigen, die Ernährungssicherheit verbessert und die Abwanderung junger Menschen aus der Landwirtschaft gestoppt werden.

Auf einen Blick

Projektname:

Blühende Märkte in Nordmalawi
Projektland:
Malawi
Partnerorganisationen:

Soil, Food and Healthy Communities SFHC
Slow Food Malawi
Biodiversity Conservation Initiative BCI

Projektbudget in CHF:

462095
Teilnehmende:
Bäuerinnen und Bauern
Projektbetreuung:
Projektphase:
2026 - 2028
In diesem Projekt stehen folgende Nachhaltigkeitsziele der UNO Agenda 2030 im Fokus:

Dieses Projekt wird von der Deza unterstützt.

Region
Themen

Bisherige Wirkung: Grundlagen geschaffen

In der ersten Projektphase wurden zentrale Strukturen aufgebaut. Partnerorganisationen haben Bäuerinnen und Bauern in agrarökologischen Anbaumethoden geschult und erste Netzwerke zwischen Produktion, Verarbeitung und Märkten geschaffen. Die Zusammenarbeit zwischen unseren Partnerorganisationen SFHC, Slow Food Malawi und BCI hat sich bewährt. Erste lokale Märkte wurden gestärkt und das Bewusstsein für gesunde Ernährung in der Bevölkerung gefördert.

Weiteres Vorgehen: Produktion, Verarbeitung und Märkte ausbauen

In der neuen Projektphase von 2026 bis 2028 werden die Aktivitäten ausgebaut und vertieft. Rund 400 Bäuerinnen und Bauern sollen ihre Produktion umstellen und verbessern. Jugendgruppen erhalten gezielte Schulungen in Unternehmensführung und gründen eigene Kleinunternehmen. Vier gemeinschaftlich betriebene Verarbeitungszentren werden aufgebaut, in denen Überschüsse zu haltbaren Produkten verarbeitet werden. Food Festivals, Ernährungskampagnen und lokale Märkte sensibilisieren Konsumentinnen und Konsumenten für die Vorteile lokal produzierter, ökologischer Lebensmittel. 

Langfristig sollen zehn funktionierende Märkte entstehen, die Produzierende und Konsumierende direkt miteinander verbinden. 

Das Projekt fördert so eine lokale, agrarökologisch ausgerichtete Wirtschaft, die Einkommen schafft, junge Menschen in der Landwirtschaft hält und die Ernährung in der Region verbessert. 

 

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Porträt von Tanja Zürcher.

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