Mehr «Lichtungen» für Agrarökologie

Von

Patricio Frei (Text) und Goran Basic (Bilder)

Um agrarökologische Unternehmen zu unterstützen, reicht es nicht aus, den Fokus vor allem auf schnelles Wachstum und die so oft zitierte «Skalierung» zu legen. Viele von ihnen sind stark mit ihrem Umfeld verwurzelt, arbeiten mit lokalen Ressourcen, mit Produzentinnen und Produzenten vor Ort sowie mit Wissen und Gespür für ihre Region. Ihr Wert liegt demnach auch darin, wirtschaftliche, soziale und ökologische Beziehungen lokal zu stärken.

Um agrarökologische Unternehmen zu unterstützen, reicht es nicht aus, den Fokus vor allem auf schnelles Wachstum und die so oft zitierte «Skalierung» zu legen. Viele von ihnen sind stark mit ihrem Umfeld verwurzelt, arbeiten mit lokalen Ressourcen, mit Produzentinnen und Produzenten vor Ort sowie mit Wissen und Gespür für ihre Region. Ihr Wert liegt demnach auch darin, wirtschaftliche, soziale und ökologische Beziehungen lokal zu stärken.

Die Herausforderung ist deshalb auch, echte «Lichtungen» zu schaffen, die Agrarökologie nähren: Räume, in denen diese Unternehmen arbeiten, ausprobieren und lernen können. In denen sie Wurzeln bilden, Fehler machen können und Zugang zu echten Märkten erhalten, ohne sofort dem Druck von hohen Mengen, niedrigen Preisen und standardisierten Produkten ausgesetzt zu sein. Diese Lichtungen brauchen Infrastruktur, Kapital, erste Aufträge aus der öffentlichen oder privaten Hand, fachliche Begleitung sowie verlässliche Rahmenbedingungen. Und sie brauchen die Anerkennung dafür, dass sie einen Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft schaffen.

Es braucht Räume, in denen agrarökologische Unternehmen ihre Modelle anpassen und ihren Platz in einer Region finden können. Ihre Rolle ist es nicht nur, Innovation voranzubringen, sondern auch lokale Kreisläufe zu stärken: zwischen Böden, den Menschen, die dort leben, und den Ressourcen, die vor Ort vorhanden sind.

Jean-Marc Tendon Experte für nachhaltige Ernährungssysteme, Gründer von Cogiterre und Innovationsprojektleiter am Landwirtschaftlichen Institut des Kantons Freibur

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