Vom Unterstand zum Gewächshaus

Von

Lothar J. Lechner Bazzanella (Text), Patricio Frei und Noor Khamis (Bilder)

Als Biovision 2020 nach Kenia reiste, um unser Projekt zum nachhaltigen Tomatenanbau zu besuchen, war die Lage besorgniserregend: Männer mischten hochgiftige Pestizide ohne Schutzkleidung, überall lag Müll, schwer belastete Tomaten wurden produziert und verkauft. Heute zeigt sich ein ganz anderes Bild. Auch dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender.

2020 reisten Mitarbeitende von Biovision nach Kenia, um gemeinsam mit unserer Partnerorganisation icipe das Projekt für nachhaltigen Tomatenanbau zu begleiten. An den verschiedenen Standorten – unter anderem in den Bezirken Kirinyaga und Narok – zeigte sich ein alarmierendes Bild: In Kirinyaga mischten Männer gefährliche Chemikalien ohne Schutzkleidung und versprühten sie auf den Feldern, leere Verpackungen und Flaschen lagen am Rand. Die Böden waren ausgelaugt, das Trinkwasser gefährdet, Tomaten mit chemischen Rückständen wurden verkauft.

Ähnlich sah es im weit abgelegenen Naroosura im Bezirk Narok aus. Auch hier waren die Felder von hochgiftigen Pestiziden belastet, die Infrastruktur mangelhaft, die Erträge gering und oft ebenfalls kontaminiert. Doch langsam begann sich etwas zu verändern. In ersten Schulungen wurden Kleinbäuerinnen und -bauern an den verschiedenen Projektstandorten für die Risiken der bisherigen Anbaumethoden sensibilisiert – und für die Chancen, die in einer ökologischen Alternative liegen. 

Dann begann der Bau eines professionellen Gewächshauses, das Biovision finanzierte. Wo früher ein einfacher Holzverschlag stand, gibt es heute – über fünf Jahre nach dem Start des Projekts – ein riesiges Treibhaus, in dem jährlich über 100’000 Tomatensetzlinge gezogen werden: robust, lokal angepasst und frei von chemischer Belastung. Sie sichern den Menschen vor Ort nicht nur gesundes Essen, sondern auch eine nachhaltige Einkommensquelle.

Heute zeigt das Projekt an den verschiedenen Standorten, was möglich ist: Das Gewächshaus stellt gesunde Setzlinge bereit, die lokale Genossenschaft verbessert die Vermarktung, agrarökologische Praktiken etablieren sich, anstelle von synthetischen Pestiziden treten nachhaltigere Alternativen. Das Projekt steht auch dank der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender für eine Landwirtschaft im Wandel – mit ökologischen Anbaumethoden, wirtschaftlicher Perspektive und besseren Bedingungen für die Menschen vor Ort. 

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Unterstützen Sie Projekte wie dieses in Narok und Kirinyaga und leisten Sie damit einen wichtigen Beitrag für gesunde Ernährung und eine faire und ökologische Landwirtschaft. 

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