Wiederbelebung von traditionellem Wissen

Biovision stärkt Gemeinschaften, die in Uganda, Kenia und Simbabwe ihr Wissen, ihr Saatgut und ihre heiligen Naturstätten bewahren. 

Ausgangslage 

In den ländlichen Regionen Kenias, Simbabwes und Ugandas sind Kleinbäuerinnen und -bauern besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Unregelmässige Regenfälle, Bodenerosion und der Verlust von traditionellem Saatgut gefährden die Ernährungssicherheit. Gleichzeitig werden alte Formen der Landnutzung, traditionelle Werte und Spiritualität zunehmend verdrängt. Dabei verfügen die Gemeinschaften über einen reichen Schatz an traditionellem Wissen, wie Mensch und Natur im Gleichgewicht leben können. 

Ziele

Mit dem Projekt stärkt Biovision die Widerstandskraft lokaler Gemeinschaften, indem wir agrarökologische Anbaumethoden und traditionelles Wissen verbinden. Frauen, Männer und Jugendliche lernen, vielfältige, klimaresiliente Nahrung anzubauen, lokales Saatgut zu bewahren und heilige Naturstätten zu schützen. Damit fördern sie nicht nur die Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit, sondern auch kulturelle Identität und soziales Zusammenleben. 

Auf einen Blick

Projektname:

Wiederbelebung von traditionellem Wissen
Projektland:
Kenia
Simbabwe
Uganda

Projektbudget in CHF:

360000
Teilnehmende:
Jugendliche
Kleinbäuerinnen und -bauern
lokale Führungspersonen
Projektbetreuung:
Projektphase:
2026-2028
Status:
Laufend
Partnerorganisationen:

Society for Alternative Learning and Transformation SALT (Kenia) 

EarthLore Foundation (Simbabwe) 

African Institute for Culture and Ecology AFRICE (Uganda) 

In diesem Projekt stehen folgende Nachhaltigkeitsziele der UNO Agenda 2030 im Fokus:

Dieses Projekt wird von der Deza unterstützt.

Region
Themen
John Gafabusa in seiner traditionellen Kleidung als Hüter der heiligen Naturstätte.
«Dank unserem traditionellen Saatgut sind unsere Felder ergrünt. Die Wälder sind jetzt besser geschützt, Tiere kehren zurück und der Fischbestand erholt sich. Und eines Tages werden ausgetrocknete Flüsse wieder Wasser führen.»
John Gafabusa, einer der Hüter der heiligen Naturstätten der Bagungu in Uganda.

Bisherige Wirkung

In der ersten Projektphase (2022–2025) haben Biovision und ihre Partnerorganisationen Dorfdialoge und Saatgutmessen organisiert, heilige Naturstätten kartiert und traditionelle Strukturen wiederbelebt. In Kenia, Simbabwe und Uganda kehrten traditionelle Rituale und gemeinschaftliche Entscheidungsformen zurück, wodurch ein verantwortungsvoller Umgang mit Land und Wasser neu gestärkt wurde. Der Anteil der Haushalte, die lokales Saatgut nutzen, stieg deutlich. Auch das Vertrauen in traditionelle Praktiken und die Rolle von Frauen und Jugendlichen im Umweltschutz wurden gestärkt. 

Zahlen und Fakten zum Projekt

Frauen, Männer und Jugendliche profitieren direkt vom Projekt.

Weiteres Vorgehen

Biovision und ihre Partnerorganisationen vertiefen die bisherige Arbeit und dehnen das Projekt auf weitere Gemeinschaften aus. Geplant sind Trainings für Multiplikator:innen, der Aufbau lokaler Saatgutbanken und der Schutz weiterer heiliger Naturstätten. Zudem werden wir Netzwerke stärken, die sich für die Anerkennung traditionellen Wissens und agrarökologischer Ansätze einsetzen. Unser Ziel: resiliente Landschaften und Gemeinschaften, die selbstbestimmt über ihr Land und ihre Zukunft entscheiden.

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Fabiana Schuppli
Teamleiterin Partnerships
+41 44 512 58 12

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