Mein Ostafrika – Faszination jenseits von Afrika und Klischees

Mit wachem Blick, Kamera und Notizbuch dokumentiert Peter Lüthi seit zwei Jahrzehnten die Biovision-Projekte in Ostafrika. Vom 23.01.20 bis 09.02.20 findet in der Photobastei Zürich eine Fotoausstellung mit authentischen Bildern und Geschichten unseres Projektreporters statt.
 


Peter Lüthi zeigt in der Ausstellung «Mein Ostafrika» sehr persönliche Bilder aus seinen Reportage-Reisen in abgelegene Regionen von Äthiopien, Kenia und Tansania, aufgenommen zwischen 2003 und 2018. Seine Bilder dokumentieren das alltägliche Leben von Menschen, die sich zusammen mit der Stiftung Biovision für mehr und gesündere Nahrung, für ein sicheres Einkommen, bessere Gesundheit und für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen.
 

Impressionen der Vernissage vom 23. Januar

  • Die Menschen auf seinen Fotos kennt Peter Lüthi persönlich
  • Die Autenthizität der Bilder beeindruckte viele Besuchende
  • Romano Zerbini, Oona Bannwart (Photobastei), Peter Lüthi (Biovision)
  • Die Ausstellung kann noch bis am 9. Februar 2020 besichtigt werden.

Mit Respekt, Authentizität und Nähe

Mit seinem Gespür für Menschen und deren Geschichten verknüpft Peter Lüthi persönliche Begegnungen mit seinem Auftrag, einen Einblick in die Welt der Frauen und Männer aus den Biovision-Projekten zu gewähren – stets mit grossem Respekt und einem ausgeprägten Sinn für die Ästhetik des Moments. Daraus entstand, über mehr als ein Jahrzehnt, eine grosse Vielfalt an Aufnahmen von Menschen und ihren Lebenswelten. Die Herausforderung der Unplanbarkeit sieht man den Bildern auf den ersten Blick nicht an. Ein vertiefter Blick jedoch zeigt die Authentizität und Nähe, welche aus Peter Lüthis fotografischen Arbeiten sprechen. Sein scharfer, aber liebevoller Blick auf ein anderes Ostafrika offenbart Geschichten, die das Leben schreibt. Nicht hier, aber in unserer Zeit – weit ab jeglicher uns vertrauter Komfortzone.

Die Fotografie ist bloss der eine Teil des Projektreporters. Die Bilder dienen zur Illustration von Hintergründen und Geschichten, die Peter Lüthi auf seinen Reisen recherchiert und als Textreportagen in den Medien von Biovision publiziert, zum Beispiel im von ihm entwickelten Print-Produkt «Newsletter», dem Wandkalender 2020 oder dem jüngst veröffentlichten Video zur Verbreitung der Push-Pull Methode in Zimbabwe. 

 

Peter Lüthi über seine Arbeit (Video 2 Min 30 Sek)
 

Umweltaktivist und Fotograf

Auf die Fotografie kam Peter Lüthi aus Chur während seiner Zeit als Mitarbeiter beim WWF Schweiz in Zürich. Dort übernahm er 1984 unter anderem die Rolle des Bildredaktors für verschiedene Publikationen. Als fotografischer Autodidakt begann er bald selbst, die Themen und Aktionen zu dokumentieren.

Als er 1989 nach Chur zurückkehrte und sich als Front-Umweltschützer erfolgreich für die Bewahrung von Landschaften und Gewässern einsetze, gewann die Arbeit mit der Kamera zunehmend an Bedeutung. Seine fotografischen Dokumentationen der Natur sowie des Kampfes für deren Erhaltung waren entscheidend für eine offensive Medienarbeit. Berühmte Landschaften wie die Greina konnten nicht zuletzt dank öffentlichen Druck aus der Bevölkerung vor der Zerstörung gerettet werden.

Prägende Rolle beim Aufbau von Biovision

Ab 2000 war Peter Lüthi massgeblich beim Aufbau der damals neu gegründeten Stiftung Biovision beteiligt. Nach der Pionierphase wuchs Lüthi im Zuge der Weiterentwicklung von Biovision zunehmend in die Rolle des Projektreporters. Ausgerüstet mit Kamera und Notizbuch besucht er regelmässig die Projekte von Biovision in Ostafrika. Seine Bilder, Texte und Videos werden von Biovision über ihre verschiedenen Kommunikationskanäle publiziert.

Neben seinem Mandat für Biovision arbeitet Peter Lüthi seit Jahren als Hirte auf Bündner Alpen. Über 20 Sommer hat er bereits mit Rindern, Schafen, Ziegen, Pferden, Hühnern und Hunden auf der Alp verbracht.