Region zu Tisch –gemeinsam für ein nachhaltiges Ernährungssystem

In drei Regionen der Schweiz sollen agrarökologische Ernährungssysteme durch partizipative Ansätze gestärkt und verbreitet werden. Realisiert wird das Projekt «Region zu Tisch» in den Kantonen Baselland, Zürich und Waadt.

In der Schweiz gibt es einige Beispiele für Einzelinitiativen, die zeigen, dass eine erfolgreiche agrarökologische Transformation möglich ist. Was noch fehlt, ist ein koordiniertes Vorgehen der Akteure: Es braucht ein gemeinsames Vorgehen, priorisierte Handlungsfelder und strategische Lösungen mit systemischer Wirkung, die partizipativ entwickelt werden. Nur durch diese Art der strategischen Zusammenarbeit zwischen den Akteuren kann mehr als die Summe der Einzelprojekte erreicht und die Transformation auf regionaler Ebene beschleunigt werden.

Das Projekt «Region zu Tisch» zielt darauf ab, die Akteure einer Region, die sich für einen agrarökologischen Wandel einsetzen, in einem partizipativen Prozess zusammenzubringen und mit ihnen das Vorgehen zu definieren, damit sie gemeinsam Lösungen erarbeiten können.

Die Zielgruppe

Die Zielgruppe der Beteiligungsprozesse besteht aus allen Akteuren, die zur Veränderung des Ernährungssystems beitragen wollen. Dazu gehören der Privatsektor entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette (Bäuerinnen und Bauern, Verarbeiter:innen, Transporteur:innen, Händler:innen, Gastronom:innen, Konsument:innen), politische Entscheidungsträgerinnen und Vertreter von kommunalen und kantonalen Verwaltungen, Umwelt- und Gesundheitsschutzorganisationen sowie anderer lokaler Gruppen (Interessengruppen, Vereine, Genossenschaften usw.).

Der Prozess

Zunächst geht es darum, die relevanten Akteure, Initiativen und politischen Strategien zu sammeln. Anschliessend werden Handlungsfelder priorisiert und konkrete Lösungen entwickelt. Dazu werden in Arbeitsgruppen Projekte mit systemischer Wirkung erarbeitet, die von mehreren Akteuren getragen und umgesetzt werden können. Der Regionalprozess führt so zu systemischen Lösungen, die mit einem klaren Umsetzungsplan und einer finanziellen Absicherung versehen ist.

Zu diesen systemischen Lösungen gehören beispielsweise die partizipative Erarbeitung politischer Strategien (insbesondere Ernährungsstrategien), die Einrichtung regionaler Netzwerke (insbesondere Ernährungsforen), die Förderung lokaler Absatzmärkte für regionale Bioprodukte durch die Entwicklung lokaler Logistik- und Verarbeitungsstrukturen (kurze Wege), die Förderung gesunder Ernährung und nachhaltiger Produkte in der öffentlichen Verpflegung etc. Gleichzeitig können die Akteure während des gesamten regionalen Prozesses relativ einfache und direkt umsetzbare Lösungen entwickeln und umsetzen.

Weitere Informationen: www.regionzutisch.ch

Porträt Johanna Herrigel

Für weitere Fragen

Johanna Herrigel, Biovision

+41 44 512 58 35

Projektorganisationen

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit von Biovision und Slow Food mit zwei Fachhochschulen durchgeführt: der Zürcher Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften und der Fachhochschule Nordwestschweiz.