Politikdialog & Anwaltschaft

Fürsprecher auf globalem Parkett

Bessere Rahmenbedingungen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und deshalb ein Kurswechsel in der globalen Landwirtschaft zu echter Nachhaltigkeit: Dafür setzt sich das Advocacy-Team von Biovision ein.

Im Advocacy-Team arbeiten die Fürsprecherinnen und Fürsprecher für eine global nachhaltige Landwirtschaft. Seit 2012 vertreten sie im Projekt «Kurswechsel Landwirtschaft» die Interessen der afrikanischen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern an internationalen Konferenzen, im Gespräch mit Politikerinnen und Politikern sowie Behörden. Unterstützt von der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA), der UNO-Organisation IFAD und verschiedener Stiftungen gelang es zuerst, Regierungen afrikanischer Staaten für das Anliegen nachhaltiger Nahrungssysteme zu sensibilisieren. Anschliessend begleitete Biovision interessierte Behörden dabei, die Nachhaltigkeit ihrer Landwirtschaftspolitik kritisch zu überprüfen und diese ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher auszurichten. Das klingt einfacher als es war. «Wir mussten Staaten und Ministerien finden, die tatsächlich längerfristig planen und sich politischen und finanziellen Konjunkturen gegenüber resilient zeigen wollen», sagt Stefanie Pondini vom Advocacy-Team.

Erste Erfolge in Senegal und Kenia

Sowohl das senegalesische Ministerium für Finanzen und Politikplanung, als auch das kenianische Landwirtschaftsministerium sowie die Zivilgesellschaft und Bauerngruppen in beiden Ländern arbeiten nun seit mehreren Jahren mit Biovision zusammen. Die beiden Ministerien beteiligen sich finanziell am Projekt «Kurswechsel Landwirtschaft» und lassen ihre Fachleute in der systemischen und nachhaltigen Politikplanung schulen. Besonders wichtig: Die sehr unterschiedlichen Meinungen über die Ausrichtung des künftigen Nahrungssystems werden in einem demokratischen Prozess offen diskutiert. Die betroffenen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen werten dies als Zeichen der Wertschätzung. Sie bewahren die offiziellen Sitzungseinladungen auf wie kostbare Güter – als Zeichen einer Zukunft, in der die Rechnung nicht mehr ohne die Landwirte gemacht wird.

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