Schweiz

Der Schweiz Beine machen – Agenda 2030

Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in der Schweiz

Biovision hat sich in den vergangenen Jahren mit Erfolg für einen Kurswechsel in der Landwirtschaft eingesetzt: Im September 2015 wurde am Nachhaltigkeitsgipfel in New York die Agenda 2030 mit 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) verabschiedet. Zwei Jahre nach der Verabschiedung der Ziele zeigte der «SDG Index & Dashboard»-Bericht von SDSN* und der Bertelsmann Stiftung weiterhin grossen Handlungsbedarf – auch in der Schweiz. Sie ist nur bei Ziel 1 (Armut) und Ziel 7 (Energie) im grünen Bereich. Der dringendste Handlungsbedarf besteht in den Bereichen Klimamassnahmen sowie nachhaltiger Konsum und Produktion. Mit dem Import von Gütern und Dienstleistungen verursacht die Schweiz erhebliche Luftverschmutzungen und Biodiversitätsverluste in den Herkunftsländern. Aufgrund der intensiven Landwirtschaft und der damit verbundenen Einfuhr von Futtermitteln und Dünger «importiert» die Schweiz ausserdem durch Stickstoff bedingte Belastungen von Ökosystemen.

  • Sechs Personen halten SDSN-Ziele in der Hand
    v.l.n.r.: Urs Wiesmann, Co-Chair SDSN Switzerland, Dr. Katrin Muff, Professorin für Sustainability, Responsibility & Transformation sowie Moderatorin SDSN Launch Conference, Bertrand Piccard, Pionier und Gründer von World Alliance for Efficient Solutions, Prof. Jacques Dubochet.
  • «Wir müssen zeigen, dass bereits Lösungen existieren, die besser sind als der Status Quo.» Bertrand Piccard, Pionier und Initiator von Solar Impulse.
  • Neue, innovative Lösungen verlangen auch neue Formen der Zusammenarbeit.
  • Für die Konferenz setzte SDSN Switzerland mit Collaboratio Helvetica kreative Austauschformate ein.

Aktive Mitarbeit in Allianzen und Netzwerken

Um die nachhaltige Entwicklung in und durch die Schweiz zu stärken und die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, ist Biovision Partnerin in verschiedenen Netzwerken und engagiert sich aktiv in Allianzen.

  • DEZA: Im Rahmen eines Vierjahresprogramms ist Biovision offiziell Partnerin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und wird von ihr mit einem finanziellen Beitrag unterstützt. Eine besondere Bedeutung in dieser Partnerschaft hat dabei auch der Kompetenzaufbau und der Erfahrungsaustausch.
  • Agrarallianz: Die Agrarallianz vereinigt 18 Organisationen und dient dem Dialog zwischen Heu- und Essgabel. Sie begleitet die Schweizer Agrarpolitik entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Ziel der Agrarallianz ist, dass die gesamte Schweizer Ernährungswirtschaft nachhaltiger wird.
  • Alliance Sud: Alliance Sud ist der gemeinsame entwicklungspolitische Think-and-Do-Tank und setzt sich in der Politik, der Öffentlichkeit und gegenüber Wirtschaftsakteuren für gerechte Nord-Süd-Beziehungen und eine nachhaltige Entwicklung ein.
  • CNS-FAO: Das Konsultativorgan des Bundesrats berät über Mittel und Wege zur Bekämpfung des Welthungers und seiner Ursachen, zur Verbesserung der globalen Ernährungssicherheit und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung von Landwirtschaft und Ernährungssystemen.
  • SDSN Switzerland: Zusammen mit dem Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt (CDE) der Universität Bern baut Biovision seit Frühling 2017 SDSN Switzerland auf – ein Ableger des internationalen Sustainable Development Solutions Network.

 

*Sustainable Development Solutions Network (SDSN) ist ein 2012 vom früheren UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon lanciertes globales Netzwerk für nachhaltige Entwicklungslösungen. Derzeit zählt SDSN International mehr als 650 Mitgliedsorganisationen aus über 80 Ländern und mehr als 25 nationale und regionale SDSN-Ableger.