Finanzen

Ertrag

Biovision schliesst das Finanzjahr mit über neun Millionen Franken Einnahmen ab. Bei den privaten Individualspenden und bei den Gönner-Mitgliederbeiträgen konnten wir einen neuen Einnahmenrekord erzielen. Die Beiträge unserer treuen Spenderinnen und Spender sowie Gönnerinnen und Gönner sind ein grosser Vertrauensbeweis und bilden das Fundament für eine stabile Mittelfristplanung. Diese finanzielle Unterstützung von Zehntausenden von Privatspenderinnen und -spendern ist unsere Basis für ein nachhaltiges Engagement in unseren Schwerpunktthemen und mit unseren Projektpartnern vor Ort. Im laufenden Geschäftsjahr erhielt Biovision Legate in der Gesamthöhe von 165 000 Franken. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang der zweckgebundenen Förderbeiträge – hauptsächlich im Bereich der institutionellen Partner – zu verzeichnen. Grundsätzlich ist die Akquisition von institutionellen Partnern ein stark umkämpftes Marktsegment. Die Zeichen für Biovision stehen jedoch sehr gut, dass wir einige der ausgelaufenen grösseren Engagements von Stiftungen bereits im laufenden Geschäftsjahr 2019 kompensieren können.

Projektausgaben

Biovision konnte im Jubiläumsjahr mit über acht Millionen Franken so viele Mittel wie noch nie in Projekte investieren. Dies ist erfreulich und wichtig, weil dadurch auch die Partnerorganisationen vor Ort gestärkt werden. Das ist ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Wirkung unserer Investitionen. Ergänzend wurden einerseits langjährige erfolgreiche Projekte wie Push-Pull weitergeführt und ausgebaut, anderseits konnten neue, wegweisende Projekte zur Konfliktprävention durch die Zusammenarbeit von Hirten und sesshaften Bauern in Tansania oder das innovative Sensibilisierungs-Projekt «Sounding Soil – der Boden tönt» in der Schweiz erfolgreich lanciert werden.

Sammelaufwand: Der Sammelaufwand wird nach den aktuellen ZEWO-Richtlinien berechnet. Die Ausgaben für Sammelaufwand und Werbung liegen bei rund 1,1 Millionen, was 11,1 % des Gesamtaufwands von Biovision entspricht. Diese Aufwendungen tragen zur Nachhaltigkeit unserer Arbeit bei, denn für Biovision ist Unabhängigkeit ein hohes Gut, das wir nur durch eine diversifizierte Finanzierung und eine starke Gönnerbasis erhalten können.

Verwaltung und Administration

Der Verwaltungsaufwand betrug im Geschäftsjahr rund 0,9 Millionen Franken. Dies entspricht 8,9 % des Gesamtaufwands von Biovision. Im Verwaltungsaufwand sind einmalige Kosten für Jubiläumsaktivitäten in Höhe von rund 120 000 Franken eingerechnet. 

Im Jubiläumsjahr 2018 wurde ein ambitioniertes Programm umgesetzt, angereichert mit zusätzlichen einmaligen Jubiläumsaktivitäten mit Projektpartnern in Afrika und der Schweiz. Um diese Aktivitäten und Innovationen zu bewältigen, hatte Biovision mit einem geplanten Defizit budgetiert. Das Resultat von –0,66 Mio. Franken wird durch die zweckbestimmten Reserven gedeckt. Die liquiden Mittel und die Reserven von Biovision garantieren, unabhängig von unvorhersehbaren Schwankungen in der Mittelbeschaffung, weiterhin handlungsfähig und innovativ zu bleiben und unsere Aktivitäten langfristig zu sichern

Übersicht der Mittelverwendung und Mittelherkunft 2014–2018:


Als von der ZEWO zertifizierte Stiftung erfüllt Biovision die Vorschriften der Rechnungslegung für gemeinnützige Organisationen in der Schweiz. Die Rechnungslegung erfolgt nach den Grundsätzen des Swiss GAAP FER 21 für gemeinnützige Nonprofit-Organisationen (NPO) und wird durch eine externe Revisionsgesellschaft geprüft.

Bei der Mittelbeschaffung verpflichtet sich Biovision den ethischen Richtlinien von Swissfundraising.

Spenden an Biovision können in der Schweiz bei den Steuern abgezogen werden. Biovision wird in der Rechtsauffassung in den USA mit einer öffentlichen Wohltätigkeitsorganisation nach Section 501(c)(3) gleichgesetzt.