Frühlingsanlass 2022

Boden, unsere (Über)Lebensgrundlage
 

Wir haben den Boden unter den Füssen nicht verloren! Der Biovision-Frühlingsanlass vom 18. Mai 2022 hat aufgezeigt, wie schonungsvolle Bodennutzung in einer zukunftsfähigen Landwirtschaft funktionieren kann. Die ersten Eindrücke vom Abend mit über 250 Gästen.
 

  • Locker, sympathisch – und doch mit dem nötigen Ernst führte Sharon Nehrenheim, Teamleiterin Institutionelles Fundraising bei Biovision, elegant durch den Abend.
  • Ambitionierter Hobby-Gärtner und engagierter Kämpfer für die agrarökologische Wende: Biovision-Geschäftsleiter Frank Eyhorn hat etwas zu sagen zum Thema Boden.
  • Das Bodenquiz: Hätten Sie’s gewusst? Es sind 300 Liter!
  • Gewisse Bilder sagen mehr als tausend Worte: Zwei Besucherinnen beim Betrachten von Aufnahmen des Fotografen Christian Bobst aus dem Kamel-Projekt von Biovision im Norden Kenias.
  • Am Stand der Abteilung « Politik & Anwaltschaft» von Biovision entschied das Glück(srad) über die gestellte Frage und das Agrarökologie-Wissen über den Gewinn.
  • Überraschungsgast: Mwatima Juma, Bio-Pionierin aus Sansibar und Direktorin des Tansanischen Bio-Verbands TOAM, richtet einen eindringlichen Appell zum Schutz des Bodens ans Publikum.
  • Wer kennt sich mit Pastoralist:innen in Nordkenia aus? Programmverantwortliche Marie-Luise Matthys sucht nach Fachkundigen im Publikum.
  • Bio-Landwirt Markus Bucher aus Grossaffoltern BE erprobt auf seinem Hof den mechanisierten Anbau von Mischkulturen – und baut auf die Mitarbeit diverser Tiere.
  • Hand in Hand: Sara Imbach von Vétérinaires sans Frotières Suisse und Marie-Luise Matthys von Biovision berichten von den gemeinsamen – erfolgreichen – Anstrengungen im trockenen Norden Kenias.
  • Besucherinnen am Infostand: Auf der Terrasse des Landhauses Solothurn direkt an der Aare liess sich in entspannter Atmosphäre in Biovision-Büchern schmökern.
  • Grosser Andrang am lauen Frühsommerabend: Im Landhaus Solothurn fanden sich am Mittwoch, 18. Mai, rund 250 Interessierte ein.

Die wichtigsten Erkenntnisse vom Frühlingsanlass
 

  • Unsere Ernährung und damit unser Leben hängen ab von gesunden Böden.
  • Gesunde Böden sind bereits zu knapp und werden immer rarer vor allem wegen nicht nachhaltiger Nutzung durch uns Menschen.
  • Es gibt Lösungen, wie ausgelaugter Boden geschützt und regeneriert werden kann, auch im persönlichen Alltag, indem wir biologisch, saisonal und regionale Produkte einkaufen und an der Urne abstimmen. Denn wir bestimmen mit, was und wie die Bäuerinnen und Bauern weltweit produzieren.
  • Gemeinsam können wir unseren Wirkungskreis vergrössern und uns solidarisch mit dem globalen Süden für eine regional angepasste, ökologische Landwirtschaft engagieren, die die lokale Selbstversorgung stärkt.

Wir brauchen eine echt nachhaltige Nutzung des Bodens für Mensch und Umwelt. Sowohl die Fläche als auch die Qualität von fruchtbarem Boden nimmt weltweit rapide ab. Eindrückliche Pionier-Projekte aus der Schweiz und Kenia machten Mut: Es gibt sie, die praktikablen Lösungen für den Erhalt von fruchtbarem Boden.

 

Highlights des Abends


Es geht auch anders  

Markus Bucher, Visionär und Biobauer erklärte uns, wie er mit Mischkulturen und Hightech-Maschinen auf rund 32 Hektaren Bio-Anbau in einem intakten Ökosystem betreibt. Mit dem Honesta-Projekt möchte er Permakultur in industrieller Landwirtschaft ermöglichen.

  • Markus Bucher, Visionär und Projektinitiant von Honesta, auf seinem Hof Farngut. (Bild: Peter Lüthi)
  • Auf einem kleinen Teil der Ackerflächen vom Farngut setzt Markus Bucher bereits Permakultur um. (Bild: Zvg Markus Bucher)
  • Markus Bucher möchte, dass wir in der Schweizer Landwirtschaft zu einem permakulturellen Anbau kommen. (Illustration: Peter Lüthi)
  • Markus Bucher hat Baumreihen angelegt, um das permakulturelle Konzept auf seinem Hof umzusetzen. (Bild: Zvg Markus Bucher)
  • Die Honesta-Maschine soll in Zukunft Permakultur in grossem Stil ermöglichen. (Bild: Zvg Markus Bucher)

Das wünschen sich die Teilnehmenden für die Schweizer Landwirtschaft der Zukunft
 

Vom Winde verweht — vom Regen weggeschwemmt

Marie-Luise Matthys (Biovision) und Sara Imbach (Vétérinaires sans Frontières Suisse) haben Strategien und Massnahmen der Samburu Halbnomaden gegen die Bodenerosion und die Folgen des Klimawandels in Kenia aufgezeigt.

  • Wegen degradierter Weideflächen und Bodenerosion finden die Viehherden kaum mehr Futter. (Bild: Christian Bobst)
  • Da Kamele resistenter gegen die Folgen extremer Trockenheit als Rinder sind, wird die Bevölkerung in der Haltung von Kamelen unterstützt.
  • Mit einem Beweidungsplan kann das Weideland besser bewirtschaftet werden und Futtermittelknappheit vorgebeugt werden.