Fruchtfliegenkontrolle

Bessere Mangoerträge dank integrierter Schädlingsbekämpfung in Kenia, Äthiopien und Tansania

Projektziel

Verbesserung der Qualität und Quantität der Mangoernten in Kenia, Äthiopien und Tansania durch die Verbreitung von umweltfreundlichen Methoden, welche die zerstörerische Fruchtfliege bekämpfen, mit dem Ziel, die Nahrungssicherheit und Einkommenssituation der Bäuerinnen und Bauern zu verbessern.

Im Rahmen des Projekts werden die Wespen gezüchtet und in den Mangoplantagen freigesetzt. Mit IPM können die Fliegenpopulationen in Schach gehalten und die Qualität und Quantität der Ernte markant gesteigert werden.

Relevanz

Kenia, Äthiopien und Tansania ist der Früchteanbau zunehmend eine treibende Kraft für die landwirtschaftliche Entwicklung. KleinbäuerInnen stellen dabei die wichtigste Produktionskraft dar.

Doch regelmässig werden grosse Ertragseinbussen eingefahren, welche hauptsächlich durch aus Asien eingeschleppte Fruchtfliegenarten verursacht werden. Das Weibchen der Fruchtfliege legt seine Eier in die Mango, aus welchen kurze Zeit später Maden schlüpfen und die Mangos von innen verfaulen lässt. Wissenschaftler sind zum Schluss gekommen, dass die Fruchtfliegen jährlich 40-80% Ernteverlust verursachen. Der durch die Fruchtfliegen verursachte direkte und indirekte Schaden gefährdet das Einkommen von Bauernfamilien und Mangohändlern massiv, was sich negativ auf die Nahrungssicherheit und die Lebenssituation der lokalen Bevölkerung auswirkt.

Begünstigte

1'500 Mangoproduzentinnen und -produzenten (33% Frauen) profitieren direkt von höheren Ernteerträgen sowie einer verbesserten Qualität ihrer Produkte, was zu einer Einkommensverbesserung und Exportmöglichkeiten führt. Ausserdem sind 50 landwirtschaftliche Berater, 30 Schulungsbeauftragte und 15 Quarantine Officers (für die Qualitätskontrolle vor dem Früchteexport) direkt begünstigt. Weiter profitieren 10‘000 Personen indirekt von den besseren Mangoernten, darunter, neben 4'500 Farmangestellten und 2'500 anderen Gemüse- und Früchtebauern, 3‘000 Personen, welche im Verkauf und Export tätig sind.

Ziele laufende Projektphase

  • Dokumentation des von Fruchtfliegen angerichteten Schadens in der Mangoproduktion an den neuen Projektstandorten in Kenia, Äthiopien und Tansania
  • Einführen und Adaptieren von bisherigen und neu entwickelten Fruchtfliegenkontrollmassnahmen (IPM) an den neuen Standorten
  • Grossflächige Freilassung von natürlichen Feinden der Fruchtfliegen und Überwachung derer Verbreitung
  • Ausweitung der IPM-Massnahmen und Stärkung der Mango-Wertschöpfungskette durch gute landwirtschaftliche Praxis

Bisher Erreichtes

1'500 Mangoproduzentinnen und -produzenten (33% Frauen) profitieren direkt von höheren Ernteerträgen sowie einer verbesserten Qualität ihrer Produkte, was zu einer Einkommensverbesserung und Exportmöglichkeiten führt. Ausserdem sind 50 landwirtschaftliche Berater, 30 Schulungsbeauftragte und 15 Quarantine Officers (für die Qualitätskontrolle vor dem Früchteexport) direkt begünstigt. Weiter profitieren 10‘000 Personen indirekt von den besseren Mangoernten, darunter, neben 4'500 Farmangestellten und 2'500 anderen Gemüse- und Früchtebauern, 3‘000 Personen, welche im Verkauf und Export tätig sind.

Nachhaltigkeit

Die Züchtung und Freisetzung der Nützlinge benötigen intensive technische Betreuung und Beratung. Die Freigesetzten Nützlinge vermehren und verbreiten sich anschliessend jedoch selbstständig. Sie benötigen keine zusätzliche Pflege. Die Bäuerinnen und Bauern müssen lediglich sicherstellen, dass der Lebensraum der Nützlinge nicht durch Pestizide oder andere äussere Einflüsse negativ beeinflusst wird. Zusätzlich gewährleistet die kürzlich gebaute Lockstoffproduktionsanlage Zugang zu kostengünstigeren und lokal vorhandenen Lockstoffen auch nach Projektende.

Zusätzlich wird in den kommenden Projektphasen die Bildung von Partnerschaften zu zielverwandten Anspruchsgruppen ausgebaut sowie intensiviert. Es soll garantiert werden, dass Netzwerke aufgebaut sind, welche einen Wissens- und Erfahrungsaustausch gewährleisten.