Was bringt der Osterhase?

Der Eierkonsum hat in den letzten Jahren stark zugenommen, auf Ostern hin wird die Produktion noch einmal massiv gesteigert. Wir wollten wissen: Wie nachhaltig sind Bio-Eier?

 

Bunte Eier machen Freude – auch bei Küken? (Bild: Roman Odintsov, Pexels)

Von Anna Schöpfer, Programmverantwortliche Nachhaltiger Konsum bei Biovision

In der Landwirtschaft werden zwei Arten von Hühnern verwendet: Legehennen für eine hohe Eierproduktion und Mastpoulets, die möglichst viel Fleisch ansetzen sollen. Legehennen können ein Jahr lang knapp ein Ei pro Tag legen, dann werden sie durch neue, produktivere Hennen ersetzt. Da sich die Legehennen nicht zur Fleischproduktion eignen, werden sie in der Regel vergast. 

Die Brüder der Legehennen können ebenfalls nur schlecht Fleisch ansetzen und werden deshalb direkt nach dem Schlüpfen vergast. Bio Suisse hat versprochen, dass ab dem Jahr 2026 kein Küken mehr für Bio-Eier sterben muss. Die Lösung heisst Zweinutzungshuhn: Dieses legt «nur» 250 Eier pro Jahr (bei wildlebenden Hühnern sind es rund 60), dafür können die männlichen Küken besser gemästet werden. Das schenkt ihnen immerhin ein rund 15 Wochen langes Leben.

Aus ökologischer Sicht ist bei der Hühnerhaltung jedoch auch problematisch, dass grosse Mengen an Futtermitteln wie Mais, Weizen und Soja verbraucht werden, die auch den Menschen als Nahrung dienen könnten. Deshalb gilt bei Eiern grundsätzlich: Weniger ist mehr.

Ein Ei wie das andere? Vergleich Bodenhaltung und Bio