Seit 25 Jahren erfolgreich mit Bio-Tee

Smith Likare ist Biobauer aus Überzeugung, auch wenn das mehr Arbeit für ihn bedeutet. Er weiss, dass sein ökologisch angebauter Tee gesünder ist, als der aus konventioneller Landwirtschaft. Noch nicht alle teilen seine Meinung.

  • Drei- bis viermal pro Monat kann Smith mit seiner Erntemannschaft den Tee ernten. Bild: Patrick Rohr
  • Der vierfache Familienvater mit seiner Tochter beim Veloflicken. Bild: Patrick Rohr

Ihn musste niemand überzeugen, dass biologischer Landbau der richtige Weg ist: «Das wussten schon unsere Vorfahren! Wir müssen nur ihr Wissen erhalten und es weiterentwickeln», sagt Smith Likare aus Kakamega, 45 Jahre alt und seit 25 Jahren Biobauer aus Überzeugung. «Natürlich gibt es Kollegen, die denken, Bio könne nicht funktionieren. Aber denen zeige ich immer wieder aufs Neue, dass man sogar eine grosse Teeplantage biologisch bewirtschaften kann.» Er hätte weder mehr Schädlinge noch weniger Ertrag als die Bauern, die künstlichen Dünger und Pestizide verwenden würden. «Aber ich habe mehr Arbeit als sie, weil ich zum Beispiel meinen Kompost selber produziere», sagt Smith. Dass sein Tee dafür gesünder sei, würden ihm irgendwann auch seine Kollegen glauben: «Ich habe Geduld», sagt er mit einem Lachen.

Der Schweizer Fotojournalist Patrick Rohr besuchte letztes Jahr in Ostafrika erfolgreiche und spannende Projekte zu ökologischer Landwirtschaft. Dort traf er die Menschen und hörte ihren Geschichten zu. So wie die von Smith Likare. Seine Reiseerlebnisse hielt er in Bild und Text im Biovision Kalender 2019 fest.