Zweite nationale Konferenz von SDSN Switzerland

Leitung SDSN Switzerland mit Gästen der Konferenz 2018
Leitung SDSN Switzerland mit Gästen der Konferenz 2018: (v.l.n.r.): Urs Wiesmann, Dr. Katrin Muff, Bertrand Piccard, Prof. Jacques Dubochet, Océane Dayer, Michael Bergöö, (c) Peter Lüthi

Die Schweiz hat sich verpflichtet, die nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO bis 2030 zu erreichen. Bei der Umsetzung aber harzt es. Deshalb kurbelt SDSN Switzerland zusammen mit über hundert „Pionieren des Wandels“ aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Diskussion an, wie eine nachhaltige Zukunft der Schweiz gestaltet werden soll.

 

Wie ernst meint es die Schweiz mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung? Das wird sich in mehreren politischen Geschäften zeigen, die derzeit in Vorbereitung sind: die Strategie Nachhaltige Entwicklung ab 2020, die Botschaften über die Internationale Zusammenarbeit der Schweiz und zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation ab 2021, sowie die Agrarpolitik ab 2022. 

Es bleiben noch 11 Jahre

Für eine nachhaltige Zukunft der Schweiz und der Welt müssen Themen wie Digitalisierung, Klimawandel, Biodiversitätsverlust, nachhaltige Nahrungssysteme, Armutsbekämpfung oder verantwortungsvolles Unternehmertum angepackt werden. Das ist leichter gesagt als getan, werden diese Bereiche doch von vielen Faktoren beeinflusst, die sich laufend verändern. Zudem sind Lösungsstrategien kaum erprobt und gesellschaftspolitisch oft unbeliebt. Bis 2030 verbleiben nur noch elf Jahre, um eine Transformation zur Nachhaltigkeit auszulösen.

Anlässlich der Jahreskonferenz vom 21. Mai betritt SDSN Switzerland Neuland: In „Learning Journeys“ werden die Teilnehmenden auf eine Reise zu alltäglichen Angelpunkten in Bern und Umgebung mitgenommen, um versteckte Realitäten, systemische Hindernisse und mögliche Lösungsansätze zu entdecken. Beispielsweise hören sie von Flüchtlingen, wie diese Migration und Inklusion in Bern erleben. Oder sie lernen von Fashion Designern in deren Studio, wie eine ressourcenschonende Textilherstellung funktioniert. Die Erkenntnisse führt SDSN Switzerland gemeinsam mit Daniel Dubas, Delegierter des Bundesrats für die Agenda 2030, Regierungsrätin Jacqueline de Quattro, dem Transformationsexperten Prof. Dirk Messner von der Universität der Vereinten Nationen in Bonn sowie weiteren Spezialistinnen zu Handlungsoptionen für eine nachhaltige Zukunft der Schweiz zusammen. Die Gästeporträts finden Sie auf der Veranstaltungsseite von SDSN Switzerland.

Bericht über Wechselwirkungen zwischen den SDGs

Gleichentags stellt SDSN Switzerland den Bericht „Die Bedeutung von Wechselwirkungen zwischen den SDGs für eine weitsichtige Nachhaltigkeitspolitik der Schweiz“ vor. Darin zeigt SDSN Switzerland die Synergiepotenziale zwischen den einzelnen thematischen Unterzielen der Agenda 2030 auf und gibt Empfehlungen an den Bundesrat und insbesondere dem neu geschaffenen Direktionskomitee Agenda 2030 ab

SDSN Switzerland

Zusammen mit dem Interdisziplinären Zentrum für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt (CDE) der Universität Bern baut Biovision seit Frühling 2017 SDSN Switzerland auf – ein Ableger des internationalen Sustainable Development Solutions Network – und leitet die nationale Geschäftsstelle des Netzwerks.