Mehr Druck für eine aktive Klimapolitik

Die globale Earth-Strike-Woche gegen den Klimawandel ermöglicht allen Menschen sich für eine aktive Klimapolitik einzusetzen. In der Schweiz stehen sogar Wahlen bevor, die richtungsweisend für eine neue Klimapolitik sein können.

Von Laura Angelstorf, Redaktorin

Vom 20.09.2019 bis 28.09.2019 fanden im Rahmen der Earth-Strike-Woche weltweit Klimademos statt. Auch die Schweizer Bevölkerung beteiligte sich. In Basel, Sion, Chur und St. Gallen wurde zu Beginn der Woche gestreikt, und am 27.09 standen noch 15 weitere Schweizer Städte auf der Streikliste. Den Höhepunkt erreichte die Earth-Strike-Woche in der Schweiz am Samstag (28.09.2019) mit der nationalen Klimademo in Bern.

Wählen gehen!

Genau dort, in Bern, lässt sich auch schon bald mit den Wahlen ein Zeichen setzen. Am 20.10.2019 können alle Schweizerinnen und Schweizer ihre Kreuzchen setzen und für eine nachhaltige Politik stimmen. Auf smartvote.ch kann sich jeder und jede ein Bild davon machen, wie nah die Parteien, respektive einzelne Kandidatinnen und Kandidaten an den eigenen Wertvorstellungen liegen.

Der Klimawandel bewegt die Generationen

Unbestritten, die mediale Aufmerksamkeit für das Thema Klimawandel haben wir vor allem Greta Thunberg zu verdanken. Die junge Generation, welche sich zurecht fragt, in welchem Zustand ihnen die Erde hinterlassen wird, engagiert sich in wöchentlichen Streiks und hat sich in der Schweiz zur climatestrike.ch Gruppe zusammengefunden. 

Doch auch die ältere Generation fragt sich, welches Erbe sie hinterlassen. Die Klimaseniorinnen machen es vor. Bereits 2016 haben sie die Schweizer Politik angeklagt, weil sie in der ungenügenden Klimapolitik eine Verletzung des Vorsorgeprinzips und des Rechts auf Leben sehen.

Biovision fördert die Erforschung der Agrarökologie

Das Schwerpunktthema von Biovision – ökologische Landwirtschaft – ist in ihrer konventionellen Form einer der Verursacher für den hohen CO2-Ausstoss, den Biodiversitätsverlust und der Erosion der Böden. Mit agrarökologischen Methoden hingegen liesse sich die Ernährungssicherheit aufrecht erhalten, während die Böden geschont, die Biodiversität gefördert und das CO2 im Boden gebunden werden könnte. Leider ist es aber heute so, dass die meiste Forschung im landwirtschaftlichen Bereich in die konventionelle Landwirtschaft fliesst, während agrarökologische Methoden stiefmütterlich behandelt werden.

Dass Agrarökologie aber einen Einfluss auf die Reduktion von CO2 hat, wird in der folgenden Infografik detailliert erklärt.

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Es ist höchste Zeit, dass mehr Forschungsgelder in die Agrarökologie fliessen. Nur dann können trotz einer wachsenden Weltbevölkerung nachhaltige Nahrungssysteme entstehen. Einige Beispiele dafür, dass nachhaltige Nahrungssysteme existieren und funktionieren können, liefert die von der Global Alliance for the Future of Food und Biovision initiierte Plattform Beacons of Hope. Es ist und bleibt also lediglich eine Frage der Skalierung.

Nicht fehlende Lösungen sind das Problem, sondern zu wenig politischer Wille. Mit der Beteiligung an der Earth-Strike Woche und mit dem Wahlzettel am 20. Oktober können wir den Kurswechsel jetzt beschleunigen.