Weiterbildung in Sachen Nachhaltiger Konsum an der FHNW

Sie sind davon ausgegangen, sie hätten einfaches Spiel – und tatsächlich: Das «Team FHNW» mit Dominik Ehrsam, dem Leiter von Kommunikation und Marketing sowie Dr. Karin Güdel, der Dozentin an der Professur für Naturwissenschaftsdidaktik, hat die Messlatte für die Studentinnen und Studenten der Hochschule Nordwestschweiz hoch gesetzt. Doch auch die zwei Profis konnten noch von Hintergründen und Zutatenlisten der Produkte überrascht werden.

Seit der Eröffnung des CLEVER-Ausstellung am Dienstag, 8. Oktober steht die Ausstellung für alle Besucher offen. Es erwarten die neugierigen an Nachhaltigkeit interessierte Besucherinnen, rund 120 Produkte in der Ausstellung. Jedes ist die mit einem Nachhaltigkeitsspider inkl. Punktzahl hinterlegt. Der Auftrag an «Team FHNW» Karin Güdel & Dominik Ehrsam war folgender:

Bald ist es wieder so weit, das alljährliche Teamessen steht vor der Tür. Dieses Jahr haben Karin und Dominik sich etwas ganz Besonderes für ihre Arbeitskollegen- und Kolleginnen überlegt. Ganz im Zeichen des Klimaschutzes, möchten sie ein Abendessen zubereiten, welches einen möglichst kleinen Fussabdruck hat, aber natürlich trotzdem köstlich schmeckt: Kaufe Lebensmittel für ein Abendessen für 10 Personen, eine Glühbirne, ein T-Shirt und investiere nicht mehr als 140 Franken. Los geht’s.

Die beiden haben ihren Einkauf mit Bravour gemeistert. Mit ihrer Punktzahl von 30.67 von maximal 36 zu holenden Punkten gehört das «Team FHNW» zu den Überfliegern, mit welchen man seinen Einkauf messen kann.

«Ich bin selbst natürlich auf Nachhaltigkeit bedacht und auch der FHNW Campus Muttenz wird sehr nachhaltig betrieben», erläutert Dominik Ehrsam, «Wir befinden uns hier in einem Minergiegebäude, in dem Abwärme aus Kälteanlagen zum Heizen verwendet, Wärme aus Abluft rückgewonnen wird. Der Campus ist komplett mit energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet und das Licht wird durch eine Beleuchtungsautomation mittels Bewegungsmeldern gesteuert. Auch die Campus-Gastronomie agiert sehr nachhaltig, indem beispielsweise bevorzugt regionale Lieferanten berücksichtigt werden, Gastro-Abfälle gesammelt und in der Bio-Poweranlage in Pratteln zu erneuerbarer CO2-neutraler Energie aufbereitet werden sowie verderbliche Speisen vergünstigt abgegeben werden, um Foodwaste zu vermeiden».

Bevor die beiden ihre Lieblingsprodukte vorstellten, mehr dazu in der Galerie, gab es noch eine kleine Brot-Debatte zwischen den beiden. Welches Brot ist nachhaltiger und warum schneidet das Bio-Brot nur gut und nicht sehr gut ab? Die Zutatenliste und Nachhaltigkeitsspider an der Kasse macht klar, in diesem Brot steckt Weizenmehl, das teilweise aus Nordamerika kommt. Schade, denn so schneidet das Bio-Brot beim Klima und dem Ressourcenverbrauch ziemlich schlecht ab. 

«Mein Lieblingsprodukt ist dieser Most», strahlt Dr. Karin Gündel. Unter dem Spider auf dem Kassen-Bildschirm guckt ein Steinkauz aus einem Baum, der sich für die Unterstützung der Hochstammbäume bedankt. «Dieser Apfelsaft ist bio, ungetrübt und von Schweizer Hochstammbäumen. Eine super Wahl!», so die Dozentin für Nachhaltigkeit.