Sounding Soil in Chur

28.06.2019

Vom 28. Juni bis 31. Juli eintauchen in die akkustische Welt der Böden

 

Was erzählen sich der Regenwurm und der Steinkriecher, wenn sie sich unter dem Rüeblifeld treffen? Wie unterschiedlich tönen ein Boden aus Biologischer Landwirtschaft und ein Gemüseacker aus konventioneller Landwirtschaft? Wie tönt Biodiversität?  Die Antwort hören Sie bei «Sounding Soil», der Sensibilisierungskampagne von Biovision zum besseren Schutz unserer Böden (Projektseite).

Ausstellungstour 2019 - Etappe Landquart

Vom 28. Juni bis am 31. Juli kann die Klanginstallation erstmals in der Ostschweiz besucht werden. (alle Daten 2019). Sounding Soil macht die Töne des Bodens erstmals einem breiten Publikum hörbar. In der begehbaren Installation haben die Besuchenden das Gefühl, sich im Boden zwischen Wurzeln und Tieren zu befinden. Im Innern wählen sie via Touchscreen unter verschiedenen Bodenaufnahmen aus und erhalten neben dem Ton auch die Hinter-grundinformationen. Damit macht das inter- und transdisziplinäre Forschungs- und Kunstprojekt auf dieses komplexe Ökosystem aufmerksam und fördert das Bewusstsein für den Boden. 
 

Sensibilisierung für gesunde Böden

«Im Gegensatz zur Luftverschmutzung oder sauberem Wasser sind die Menschen kaum darauf sensibilisiert, wie wichtig gesunder Boden ist», sagt Sabine Lerch, Co-Projektleiterin von Sounding Soil. Der Verlust gesunder Böden wirkt sich auch negativ auf den Klimawandel aus. Nachhaltig bewirtschaftete Böden helfen, Treibhausgase zu reduzieren, verfügen über eine höhere Widerstandskraft und sind anpassungsfähiger für neue Klimabedingungen. «Sounding Soil» soll die Bevölkerung stärker für die grosse Bedeutung gesunder Böden sensibilisieren. Seit Frühling 2019 können Interessierte zudem selber mitwirken und eigene Bodentöne aufnehmen.

Gemeinschaftsprojekt mit renommierten Partnerorganisationen

«Sounding Soil» ist ein gemeinsames Projekt der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), der Nationalen Bodenbeobachtung (NABO) an der Agroscope, der ETH Zürich und der Stiftung Biovision für ökologische Entwicklung.