19.11.2018

Margaret überzeugt Familie und Freundinnen

Die pensionierte Margaret Karanja aus Kenia ist von der konventionellen Landwirtschaft auf biologische umgestiegen. Sie ist vom Nutzen für die Gesundheit überzeugt und vom besseren Geschmack sowieso. Nun „bekehrt“ sie auch ihr Umfeld. Letzen Sommer wurde die Bäuerin für den Biovision Kalender 2019 von Patrick Rohr fotografiert.

Margaret Karanja (links) mit Schwiegertochter und Enkelin.

Gäbe es so etwas wie eine Botschafterin für biologisches Gärtner – die 62-jährige Margaret Karanja wäre wie geschaffen dafür. Selber ist die seit kurzem pensionierte Englischlehrerin vor drei Jahren auf den Geschmack gekommen. «Ich hatte natürlich schon früher vom Bio-Gärtnern gehört, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das etwas für mich und meine Familie sein könnte.» Doch seit in den kenianischen Medien vermehrt darüber berichtet wird, dass viele Menschen wegen schlechter Ernährung sterben würden, sieht auch sie den Nutzen gesunden Essens: «Etwa die Hälfte der Menschen, die an Krebs sterben, sollen wegen der chemischen Stoffe in den Lebensmitteln krank geworden sein.»

In Kenia werden, wie in vielen afrikanischen Ländern, chemische Dünger und Pestizide oft im Übermass eingesetzt – mit verheerenden Folgen für die Volksgesundheit. «Dagegen müssen wir etwas tun, auch für die künftigen Generationen», sagt Margaret mit Blick auf ihre vierjährige Enkeltochter Makayle.

Die Nachbarinnen Teresiah Wanjiku Kimani und Mary Njoroge bekommen von Margaret frisches Gemüse.

Ihre ersten Versuche als Biogärtnerin machte Margaret in ihrem Tomatengarten etwas ausserhalb von Nairobi – und sie war schnell begeistert: «Die Bio-Tomaten schmeckten viel besser als die anderen, sie waren richtig saftig.»

Mittlerweile hat sie auch den Kräuter- und Gemüsegarten hinter ihrem Haus umgestellt. Und vor ein paar Wochen hat sie ihrer Schwiegertochter Marion Kirika, 32, dabei geholfen, auch deren Garten komplett auf Bio auszurichten. «Als Nächste sind meine Freundinnen Teresiah und Mary dran», sagt sie mit einem Lachen. Die beiden vorbeigekommen, um etwas Gemüse zu holen. «Ich werde es ausprobieren», sagt Nachbarin Teresiah Wanjiku Kimani, «das Gemüse von Margaret und Marion schmeckt nämlich wirklich gut.»