Jahresbericht 2018

Das Jubiläumsjahr war ein Rekordjahr: Wir investierten mehr Mittel in Projekte und Partner als je zuvor. Auch die Anzahl Mitglieder, welche Biovision regelmässig unterstützen, erreichte ein Allzeithoch, was unsere Unabhängigkeit und Stabilität stärkt. 

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Wissen schafft Nahrung

Mehrere Projekte erreichten wichtige Meilensteine: Die Verbreitung der ökologischen Anbaumethode Push-Pull für Mais und Sorghum schreitet voran und kommt in elf Ländern zur Anwendung. Eine richtungsweisenden Kooperation von Geldgebern, lokalen NGOs und Forschungsstätten ermöglichte unserem Partner Sustainable Agricultur Tanzania (SAT) den Aufbau des grössten Trainingszentrums für Biolandbau in Tansania. 628 Bäuerinnen und Bauern absolvierten im vergangenen Jahr Trainingskurse bei SAT. In Äthiopien trägt der jahrelange Aufbau unseres Imkereizentrums zur Ausbildung junger Imkerinnen und Imker doppelt Früchte: Das Vorzeige-Projekt, umgesetzt durch unseren Partner icipe, verankert das Wissen in der lokalen Bevölkerung; zudem wurde das Projekt in fünf weiteren Regionen kopiert, was Arbeit und Einkommen für 10 000 junge Menschen schafft.

Partnerschaften für die Zukunft

Der Süd-Süd-Dialog für systematischen Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit unter den Biovision-Partnern in Afrika ist Voraussetzung für die nachhaltige Wirkung unserer Projekte. Einen Höhepunkt in diesem Bestreben bildete das Partner-Seminar in Kenia mit rund
50 Teilnehmenden aus fünf Schwerpunktländern und der Schweiz (vgl. S. 18). Unsere Schwesterorganisation Biovision Africa Trust (BvAT) ist zunehmend ein Dreh- und Angelpunkt für den Wissensaustausch und den Ausbau von tragfähigen Netzwerken in Subsahara-Afrika. Mit Hauptsitz in Nairobi und Projektpartnern in acht Ländern in Ost- und Westafrika ist BvAT als eigenständige afrikanische Nichtregierungsorganisation vor Ort gut etabliert.

Mehrwert durch kohärente Schwerpunktprogramme

Für Projekte zur Selbsthilfe in Afrika (vgl. Projekte 1 und 2) setzten wir 60% unserer Mittel ein. In 12 Ländern ermöglichten wir die Verbreitung von ökologischen Methoden zur Verbesserung von Gesundheit und Ernährungssicherheit bei gleichzeitigem Schutz der Biodiversität. Damit stärken wir das neue Wissen vor Ort und zeigen konkrete Lösungswege auf.
Den globalen Kurswechsel in der Landwirtschaft förderten wir mit 11% der Projektmittel. Im internationalen Diskurs zu Klimawandel, Ernährungssicherheit und Biodiversitätsverlust bringt Biovision die Agrarökologie als Lösungsansatz in wichtige globale Verhandlungen ein (vgl. S. 12–14). 
Um die Verantwortung in der Schweiz zu fördern und zu fordern, verwendeten wir 29% der Projektmittel. Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit vermittelt Handlungswissen zu den Themenschwerpunkten nachhaltiger Konsum und Schutz der Bodenfruchtbarkeit als zentrale Voraussetzungen für nachhaltige Ernährungssicherheit. Zur Förderung der UNO-Entwicklungsziele bauen wir gemeinsam mit CDE / Uni Bern den Schweizer Ableger des globalen Netzwerks SDSN auf (vgl. S. 15–17). SDSN-Schweiz ist am Geschäftssitz von Biovision angesiedelt und zählt bereits 32 Mitgliedsorganisationen.

1998 – 2018: «20 Jahre echte Hilfe»

Im Jubiläumsjahr blickten wir gemeinsam mit Partnern, Gönnerinnen sowie den Mitarbeitenden auf die Höhepunkte von «20 Jahren echte Hilfe» zurück. Im Fokus der verschiedenen Jubiläumsaktionen standen dabei jeweils unsere Kernanliegen. Ausgewählte Beispiele finden Sie ebenfalls in unserem neuen Jahresbericht.