24.04.2018

Hunger wächst weiter

Im vergangenen Jahr waren 124 Millionen Menschen in 51 Ländern von akutem Hunger betroffen – 11 Millionen mehr als noch im Jahr 2016. Das UN-Nachhaltigkeitsziel (SDG), den Hunger bis 2030 zu beenden, bleibt damit eine der grössten globalen Herausforderungen.

David Fritz, Kommunikation

Zwei Jungen mit Früchten

Gemäss einem Bericht, den die Europäische Union, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und das Welternährungsprogramm (WFP) Ende März vorstellten, litten 2017 rund 124 Millionen Menschen weltweit unter akutem Hunger. Im Jahr 2016 lag die Zahl noch bei rund 113 Millionen. Im Gegensatz zu chronischem Hunger, von dem 815 Millionen Menschen weltweit betroffen sind, stellt der akute Hunger eine unmittelbare Lebensbedrohung dar.

Neben Konflikten, sind es vor allem durch den Klimawandel bedingte, langanhaltende und vermehrt auftretende Dürren, die zu geringeren Ernten oder Ernteausfällen führen. Betroffen sind insbesondere Länder im östlichen und südlichen Afrika, die ohnehin schon unter Hunger und Mangelernährung leiden.

«Kein Hunger» bis 2030

Eines der 17 UN-Nachhaltigkeitszeile (SDG) lautet «Kein Hunger». Wenn wir unseren Kurs in der Landwirtschaft und Ernährung nicht ändern, wird dieses Ziel eines der größten Herausforderungen bleiben.

Biovision unterstützt Bäuerinnen und Bauern in Subsahara-Afrika bei der Anpassung an den Klimawandel und wendet dabei die Push-Pull-Technologie an. Diese Anbaumethode steigert die Erträge, in dem sie die Bodenfruchtbarkeit verbessert und Schädlinge umweltfreundlich bekämpft.

«Es ist die Agrarökologie, die die Welt ernähren kann», sagt Hans Herren, Präsident von Biovision. Dem stehen jedoch noch zwei grosse Hürden entgegen: Einerseits wäre ein Umdenken bei den Agrochemiekonzernen nötig, damit sie den nachhaltigen Kurs unterstützen, zum anderen müssten wir, die Gesellschaft, unsere Konsum- und Essgewohnheiten verändern.

Biovision setzt sich für diesen Ansatz ein, zum Beispiel mit CLEVER, und unterstützt die Kleinbauernfamilien in Afrika mit Wissen zu Agrarökologie.