Genug für die ganze Grossfamilie

Die Klimabedingungen und die Auswirkungen des Klimawandels sind eine Herausforderung für Mensch und Tier. Auch in Kenia, wo Kleinbauern lernen, mit einfachen Mitteln den Widrigkeiten zu trotzen und so ihre Ernten zu steigern.

  • Früher wuchs auf dem kargen Boden hinter Priskas Haus nichts. Bild: Patrick Rohr
  • Dank ihrem Biogarten kann Priska Oluchinji heute ihre Grossfamilie gesund ernähren. Bild: Patrick Rohr
  • Zu Priskas Hof gehören auch Kühe, mit deren Milch sie ein bescheidenes Einkommen erwirtschaftet. Bild: Patrick Rohr

«Wo habe ich da bloss hin geheiratet?» Mit einem Lachen beschreibt Priska Josia Oluchinji, 57, aus dem kenianischen Kakamega, ihre erste Reaktion, als sie realisierte, wie sandig der Boden auf dem Land ihres Mannes ist. «Hier wächst nichts!»

Deshalb war sie sehr glücklich, als sie 2011 gefragt wurde, ob sie sich der Bäuerinnen- und Bauerngruppe Kanan Umoja anschliessen wollte. «In dieser Gruppe tauschen wir Erfahrungen aus und lernen neue Techniken kennen.» Zum Beispiel, wie man mit einem Loch im Boden, in das Blätter und Kompost gefüllt werden, die Feuchtigkeit in der Erde behalten kann. Oder wie ein Haufen aus Kompost zu einem fruchtbaren Gemüsegarten wird. Heute wächst hinter dem Haus von Priska und ihrem Mann genug, um nicht nur sie beide, sondern auch Priskas Schwiegermutter und die Familien der drei Söhne, die gleich nebenan wohnen, zu ernähren.

Der Schweizer Fotojournalist Patrick Rohr besuchte letztes Jahr verschiedene Biovision Projekte. Er traf auf Menschen und hörte ihre Geschichten. So wie die von Priska Josia Oluchinji. Seine Reiseerlebnisse hielt er in Bild und Text im Biovision Kalender 2019 fest.