Agrarökologische Transformation der Ernährungssysteme

Dossier Agrarökologie: Mangelernährung, Biodiversitätskrise, Klimawandel: Wir müssen dringend unsere Ernährungssysteme transformieren. Wie der Wandel mithilfe von Agrarökologie gelingen kann, erfahren Sie hier im Dossier.

 

Wir alle essen – jeden Tag. Keine andere menschliche Aktivität beeinflusst unseren Planeten derart stark, wie die Produktion und der Konsum unserer Lebensmittel.
 

Die vom Klimawandel stark betroffene Landwirtschaft ist selber massgeblich mitverantwortlich für diesen sowie für den besorgniserregenden Verlust an Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit. Fast ein Drittel der weltweiten Treibhausgase stammt aus den heutigen Ernährungssystemen. Rund 40% der Ackerflächen werden für die Produktion von Tierfutter und Treibstoff verwendet, während die Zahl der Hungernden seit 2015 wieder zunimmt. Gleichzeitig verlieren wir einen Drittel der Lebensmittel durch Food Waste und Food Loss.

Die aktuellen Herausforderungen bei der menschlichen Gesundheit sind aber nicht nur Hunger und Mangelernährung, sondern vermehrt auch Übergewicht. Bis 2030 erwartet die Food and Agriculture Organisation (FAO), dass ein Drittel der Weltbevölkerung fettleibig oder übergewichtig ist, während gleichzeitig rund 2 Milliarden Menschen an Hunger oder Mangelernährung leiden. Weiter sagen die Prognosen, dass Mangelernährung in den kommenden zehn Jahren für 50% der Weltbevölkerung Realität sein wird – nicht nur für Unterernährte, deren Zahl seit sechs Jahren auch weiter steigt. Es braucht eine Transformation der Ernährungssysteme, um diesen systemischen Problemen, die sich künftig noch wesentlich verschärfen dürften, zu begegnen. Der systemische Ansatz der Agrarökologie, der auch einen sozialökonomischen Wandel miteinbezieht, geht die komplexen Herausforderungen ganzheitlich an.

 

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