Buchtipp: „Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen“

25.02.2016

Die Grundlage unserer Ernährung, das Saatgut, ist innerhalb weniger Jahrzehnte vom öffentlichen Gut zur privatwirtschaftlichen Ware geworden. Die Saatgutaktivistin Anja Banzhaf zeigt in ihrem neuen Buch Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen“ die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung auf und stellt Menschen vor, die auf unterschiedlichste Weise versuchen, das Sagen über ihre Saat zu behalten oder wiederzuerlangen.

Anja Banzhaf schildert in Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen“, wie die Agrarindustrie mehr und mehr die Kontrolle über Zugänglichkeit und Vielfalt der genetischen Ressourcen unserer Kulturpflanzen übernimmt – und damit zugleich die Vielfalt zerstört. Sie zeichnet nach, was bäuerliche Saatgutsysteme von industriellen Agrarsystemen unterscheidet, wie Bäuerinnen und Gärtner vielerorts dafür kämpfen, über ihr Saatgut und ihre Art der Landwirtschaft selbst zu bestimmen und welche Wege Samengärtner, Züchterinnen und Aktivisten finden, die Sortenvielfalt zu erhalten. Diese Menschen geben ihr Saatgutwissen weiter, tauschen bäuerliche Sorten und erproben zukunftsfähige Wege der Zusammenarbeit.

Anja Banzhaf ist Garten- und Saatgutaktivistin und engagiert sich für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Sie ist Mitbegründerin eines Netzwerks für urbane Gärten in Göttingen, hat in einer Samengärtnerei gearbeitet und setzt sich zudem künstlerisch mit dem Thema Saatgut auseinander. Sie studierte Geografie, Ressourcenökonomik und Botanik in Göttingen und Wellington/Neuseeland und hat viele soziale und landwirtschaftliche Projekte inner- und außerhalb Europas besucht.

Anja Banzhaf: »Saatgut. Wer die Saat hat, hat das Sagen«, 272 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-781-5, 19,95 Euro plus Versandkostenpauschale 5,- Euro. Auch als E-Book erhältlich. Hier können Sie das Buch bestellen.