Dank Bio-Fisch an die Uni

Jahrelang baute der 56-jährige Bauer Zadock Kitomari Gemüse an, bis er Fisch als eine attraktive Einkommensquelle für sich entdeckte. Durch den Fischverkauf kann er seinem Sohn das Studium finanzieren. Sein Wissen über ökologische Landwirtschaft holt sich Kitomari aus der Bauernzeitung Mkulima Mbunifu, die von Biovision initiiert wurde.

Zadock Kitomari und sein Sohn Sifuni in einem der drei Zuchtteiche. Bild: Patrick Rohr

Ruhig bewegen sich Zadock Kitomari, 56, und sein Sohn Sifuni, 16, vom einen Rand des Teichs an den anderen. Zwischen ihnen spannt sich, festgemacht an zwei Holzstangen, ein langes, schmales Netz. Am oberen Rand angekommen, zieht Zadock das Netz aus dem Wasser: «Tilapia», sagt er mit einem breiten Lächeln, «unser lokaler Fisch.» Nachdem Zadock vor achtzehn Jahren beschlossen hatte, auf Biolandwirtschaft umzustellen, pflanzte er zunächst nur Gemüse an. Dann kam er auf die Idee, auf dem freien Stück Land vor seinem Hof drei Fischteiche anzulegen. «Eine gute Idee!», sagt Zadock. «Mit den Einnahmen aus der Zucht kann ich meinem Sohn das Studium finanzieren. Das macht mich sehr glücklich, denn in Tansania ist eine gute Ausbildung eine kostspielige Sache.»

Der Schweizer Fotojournalist Patrick Rohr besuchte letztes Jahr einige Projekte von Biovision. Dabei war auch das FCP - Farmer Communication Programme, das zum Ziel hat, Wissen zu ökologischen Landwirtschaftsmethoden über verschiedene Kanäle zu verbreiten. Einer der Kanäle ist die tansanische Bauernzeitung Mkulima Mbunifu (Der schlaue Bauer), die auch Zadock Kitomari liest. Seine Reiseerlebnisse hielt Patrick Rohr in Bild und Text im Biovision-Kalender 2019 fest.