16.04.2018

CLEVER – spielend intelligent einkaufen

Die Thurgauer Apfelkönigin 2017, Marion Weibel und der Jazzmusiker Dani Felber haben heute die Ausstellung "CLEVER – spielend intelligent einkaufen" in Arbon eröffnet. Unser Konsumverhalten beeinflusst den Zustand der Umwelt und auch das Wohlergehen der am Produktionsprozess beteiligten Menschen entscheidend. Aber wie handle ich als Konsumentin und als Konsument nachhaltig? Welche Produkte muss ich wählen, um mich möglichst umweltfreundlich und fair zu verhalten? Hier hilft CLEVER. Die Ausstellung vermittelt Tipps für „ein gutes Gefühl“ beim Einkaufen.

  • (v.l.): Andreas Balg, Marion Weibel, Pierre Honegger, Dani Felber und Projektleiter der CLEVER-Ausstellung Marcel Anderegg.
  • CLEVER in Arbon wird von Energie Fachleute Thurgau unterstützt, im Bild: Pierre Honegger (Präsident EFT)
  • Dani Felber, Jazzmusiker, scannt mit Hilfe von Sabine Lerch (Biovision) seine Einkäufe.
  • Andreas Balg, Stadtpräsident Arbon freut sich über die interaktive Ausstellung in seiner Stadt.
  • Marcel Anderegg, Projektleiter der CLEVER-Ausstellung, dankt den Unterstützern.
  • Die amtierende Thurgauer Apfelkönigin Marion Weibel und der Jazzmusiker Dani Felber lieferten sich im Promiduell ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
  • Marion Weibel: „ Mein Motto beim Einkaufen: Weniger ist mehr. Frische Zutaten werden schnell verspeist und der Mülleimer geht leer aus!“
  • (v.l.): Dani Felber, Marion Weibel und Marcel Anderegg.
  • Dani Felber: „Ich schätze es sehr, dass ich viele, hochwertige Produkte in der Region einkaufen kann! Dann weiss ich auch, dass es von der Qualität stimmt, da ich die meisten Produzenten persönlich kenne. Für mich und meine Familie steht gesunde Ernährung aus einer einheimischen Produkten im Vordergrund.“

Aus über 100 Produkten, manche nachhaltig, manche weniger, tätigt der Ausstellungsbesucher seinen Einkauf. Bio, aber nicht fair? Ohne Chemie, aber mit grauer Energie? Saisonal, aber gespritzt? Kann man auf alles gleichzeitig achten - und dann noch mit einem begrenzten Budget? Jeder Einzelne hat es tatsächlich in der Hand, wesentlich zu einem nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen beizutragen oder für eine gerechtere Welt einzutreten: Mit dem richtigen Kaufentscheid im Supermarkt zum Beispiel. Aber das ist angesichts der Produktefülle, undurchsichtiger Produktedeklarationen oder des grassierenden Label-Dschungels gar nicht so einfach. Bei der Qual der Wahl helfen ein paar Faustregeln für den nachhaltigen und fairen Einkauf weiter. Diese werden in der Wanderausstellung CLEVER lustvoll und spielerisch vermittelt.

Wer in diesem Supermarkt einkauft, kann sich mit prominenten Persönlichkeiten messen. Ex-Eishockey- Profi Lars Weibel, Simone Niggli-Luder (OL-Weltmeisterin), (Marco) KUNZ (Sänger) und weitere prominente Persönlichkeiten aus Kultur, Sport, Medien und Politik haben anhand einer fiktiven Geschichte, die einen Budget-Rahmen und eine Einkaufsliste vorgibt, im CLEVER „eingekauft“. Diese Resultate gilt es zu schlagen.

Fünf goldene Einkaufsregeln

Die Ausstellung CLEVER der Stiftung Biovision ist vom 16. April bis 31. Mai in Arbon auf dem Parkplatz Metropol beim Bahnhof zu sehen. Sie ist wie ein kleiner Supermarkt gestaltet und hilft, einen guten Weg zum verantwortungsvollen Konsum zu finden. Im Zentrum stehen die fünf goldenen Regeln für den nachhaltigen Einkauf: 1) Weniger ist mehr! Kaufen Sie, was Sie wirklich brauchen. 2) Essen Sie regelmässig vegetarisch (viel weniger Fleisch und Fisch). 3) Kaufen Sie saisongerecht und regional ein. 4) Wählen Sie Produkte mit Label (Bio-Landbau, fairer Handel, nachhaltige Fischerei, artgerechte Tierhaltung). 5) Meiden Sie Produkte mit Palmöl.

Das Ladensortiment umfasst Produkte aus den Bereichen Grundnahrungsmittel, Getränke, Haushalt, Elektronik, Lifestyle, Bekleidung und Garten. Sämtliche Artikel sind nach vier ökologischen und zwei sozialen Kriterien bewertet: Klimawandel, Verschmutzung, Ressourcenverbrauch, Biodiversität, soziale Verantwortung gegenüber Mensch und Tier, Lebensgrundlage und Gesundheit der lokalen Bevölkerung. An der Kasse wird abgerechnet, und die AusstellungsbesucherInnen erhalten die Quittung für ihr Einkaufsverhalten in Form eines Spinnendiagramms. Dabei werden ihnen die positiven oder negativen Folgen ihrer Wahl bildhaft vor Augen geführt und vom Betreuungspersonal erläutert.