Biovision präsentiert an COP25 neue Studie

«Zeit zu handeln» lautet das Motto der 25. Weltklimakonferenz (COP25) in Madrid, die Anfang Woche begonnen hat. Biovision ist vor Ort und stellt an mehreren Veranstaltungen ihre neueste Studie vor. Sie zeigt, wie die Agrarökologie zum Klimaschutz und zu stärkerer Resilienz der Landwirtschaft gegenüber dem Klimawandel beitragen kann. 


Martin Grossenbacher, Leiter Kommunikation

Vom 2. bis zum 13. Dezember findet die 25. Klimakonferenz (COP 25) der Vereinten Nationen in Madrid statt. Sie tagt unter dem Motto “Zeit zu handeln”. Und das völlig zu Recht: Die Folgen der menschengemachten Klimakrise werden immer offensichtlicher. 

Besonders stark leiden Menschen im globalen Süden unter den Folgen der Klimaveränderungen. Unregelmässige Regenzeiten, Dürren, Stürme und Überschwemmungen zerstören ihre Felder und verursachen Ernteverluste und Nahrungsunsicherheit. 

Die Landwirtschaft ist besonders stark Klimawandel betroffen. Ihre Produktionsgrundlagen Boden und Wasser sind direkt gefährdet. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Subsahara-Afrika – sie sind verantwortlich für 75 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion auf dem Kontinent – stehen angesichts ihrer beschränkten Anpassungsmöglichkeit vor existentiellen Herausforderungen. 

Mit Agrarökologie gegen den Klimawandel 

Bereits seit längerem setzt sich Biovision dafür ein, dass ökologische Landwirtschaft als Methode zur Reduktion von Ursachen des Klimawandels erkannt und für die Bekämpfung und Linderung der Folgen der Klimaerwärmung eingesetzt wird (vgl. Programm Agrarökologie gegen Klimawandel)  

In Madrid zeigen nun Fabio Leippert und Martin Herren vom Team Politikdialog und Anwaltschaft (P&A Team), welchen Beitrag die Agrarökologie zum Klimaschutz und insbesondere zur Resilienz gegenüber dem Klimawandel beitragen kann. Gemeinsam mit der FAO und dem FiBL erstellte Biovision dazu in diesem Jahr eine eigene Studie. Diese wird jetzt in Madrid an mehreren Veranstaltungen vor internationalen Vertreterinnen und Vertretern von Regierungen, NGOs und der Zivilgesellschaft erstmals vorgestellt. 

Neue Studie stützt Biovision-Ansatz 

Die Ergebnisse stützen die Hypothese, dass die Agrarökologie die Widerstandsfähigkeit gegenüber der Klimakrise erhöht, insbesondere durch die Stärkung

  1. ökologischer Prinzipien, insbesondere der Biodiversität, der Gesamtdiversität sowie gesunder Böden (Meta-Analyse & Fallstudienergebnisse) und
  2. sozialer Aspekte, insbesondere der Ko-Kreation und des Wissensaustauschs und der Weiterentwicklung von Traditionen (Fallstudienergebnisse).

In der Studie wird detailliert dargelegt, wie die Agrarökologie zum Klimaschutz und, vor allem, zur Resilienz gegenüber dem Klimawandel beitragen kann. Durch das Schliessen natürlicher Ressourcen-Kreisläufe und durch die Verbesserung der Bodengesundheit können Treibhausgasemissionen drastisch reduziert werden. Gleichzeitig erhöht die Agrarökologie, insbesondere durch erhöhte Vielfalt und durch das Nutzen natürlicher Synergien, die Widerstandskraft und Resilienz von kleinbäuerlichen Systemen und landwirtschaftlichen Betrieben. 

Ebenfalls untersucht wurde, in wie weit die Agrarökologie bereits in der nationalen und internationalen Politik verankert ist und wo die Potentiale liegen, die Agrarökologie als Massnahme gegen den Klimawandel politisch zu stärken.

Das "Technical Paper" zur Studie steht auf der Webseite agroecology-infopool.org zum Download verfügbar.

 

Une semaine à la COP25

Reportage Illustré par Johan Billy du REFEDD

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