Der Stiftungsrat von Biovision hat einen Programmausschuss unter der Leitung des Stiftungsratsmitglieds Barbara Frei Haller mit der Vorselektion der Projektanträge (Concept Notes) beauftragt. Die 5 stimmberechtigten Mitglieder selektionieren anhand der Auswahlkriterien für Projekte und auf der Grundlage der aktuellen Strategie, des Leitbildes sowie des Budgets von Biovision.

Die Vorsitzende des Ausschusses verfasst dazu in schriftlicher Form ein Beschlussprotokoll, mit den Empfehlungen des Ausschusses. Dieses Beschlussprotokoll geht zusammen mit den vollständigen Projektdokumenten an den Stiftungsrat zur Entscheidung.

Dr. Barbara Frei Haller

Vorsitzende Programmausschuss, Mitglied Stiftungsrat Biovsion, Pharmazeutin und Ethnobotanikerin

Barbara Frei Haller ist promovierte Pharmazeutin und arbeitet als Dozentin für Ethnopharmazie an der ETH Zürich. In ihrer Forschung und Lehrtätigkeit interessiert sie sich für Fragen zu Interaktionen zwischen Menschen und Pflanzen im Kontext verschiedener Kulturen. Sie hat in Süd-Mexiko zu Medizinalpflanzen und in Ostafrika amicipe zur Malariaprävention mit lokalen Pflanzen geforscht. Seit 2000 berät sie die Spitalapotheke des Ospidal Val Müstair in Sta. Maria und arbeitet in Teilzeit als Apothekerin in öffentlichen Apotheken. Durch einen Beitrag des Schweizer Fernsehens über ihre Forschungstätigkeiten amicipe entstand der Kontakt zu Biovision.
Barbara ist seit 2001 auch Mitglied im Stiftungsrat von Biovision.

Andreas Schriber

Mitglied Programmausschuss, Geschäftsleiter Biovision

Andreas Schriber ist seit über drei Jahrzehnten regelmässig in Afrika unterwegs. Als Wissenschaftsjournalist, Dokumentarfilmer, Projektleiter und seit 2003 als operativer Leiter der Stiftung Biovision. Er gehört zur Gründergeneration von Biovision: Zusammen mit Hans R. Herren, Jürg Weber und Mathis Zimmermann rief er 1998 Biovision ins Leben. «Die genialen, umweltfreundlichen und kostengünstigen Ideen und Methoden von Forschern wie Hans Rudolf Herren den Menschen im Süden zugänglich zu machen, damit sie selber ihre Lebenssituation verbessern können, war und ist der Grundgedanke von Biovision.» 

Andreas Sicks

Mitglied Programmausschuss, Leiter Programme & Partnerschaften Biovision

Andreas Sicks ist seit 2012 Leiter der Programme und Partnerschaften bei Biovision. An der Stiftung gefällt ihm vor allem die Ausrichtung auf eine umweltverträgliche, kleinbäuerliche Landwirtschaft und die daran angepasste Wissensvermittlung, wie zum Beispiel über das Magazin The Organic Farmer und das Infonet.
In seinem Geographiestudium spezialisierte sich Andreas auf den Schutz und die Nutzung natürlicher Ressourcen in Entwicklungsländern und war auch danach in verschiedenen Projekten in Afrika tätig. Sein Wissen brachte Andreas danach mehrere Jahre in unterschiedlichen Consulting-Unternehmen in Deutschland ein. Zuletzt arbeitete Andreas für das Schweizer Hilfswerk HEKS und für eine kurze Zeit am Nord-Süd-Zentrum der ETH.

Prof. Christoph Studer

Mitglied Programmausschuss, Professor Berner Fachhochschule

Christoph ist Professor für Natural Resources Management an der Berner Fachhochschule in Zollikofen. Nebst der Lehre ist er in diverse Forschungs- und Entwicklungsprojekte involviert und bietet internationale Beratungsdienstleistungen an. Zu Christophs Hauptaufgaben zählen die Planung und Evaluation von Projekten. Überdies wirkte Christoph als Fach-Autor am IAASTD Welt-Agrarbericht mit.
Nach seinem Studium in Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Tropische Landwirtschaft und Pflanzenbau in ariden Gebieten an der ETH Zürich sammelte Christoph am ICRISAT Sahelian Center in Niger Erfahrungen, wie Menschen mit ungünstigen Lebensbedingungen umgehen. Bei ICARDA in Aleppo (Syrien) suchte er danach nach integrierten Lösungen zur Verbesserung der Wasserproduktivität in trockenen Gebieten Nordafrikas, dem Nahen und Mittleren Osten und Zentralasien.

Martin Fässler
Ehemaliger Stabschef und Mitglied der Direktion der DEZA

Martin Fässler war bis Oktober 2013 Stabschef der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) und danach noch ein Jahr lang Berater der DEZA für strategische Fragen. Nach verschiedenen Anstellungen im Sozialbereich ist er seit 1990 in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und hat auch in verschiedenen Ländern Afrikas Erfahrung gesammelt.

2015 und 2016 hat er die Stiftung Biovision in der Entwicklung der neuen Strategie bis 2020 unterstützt. Seit Anfang 2016 ist Martin Fässler Mitglied des Stiftungsrats von Biovision.