
Schwerpunkt: Programmkoordination
«Mich beeindruckt der systemische Ansatz, für den Hans Herren kämpft. Die Menschen sind aufgefordert, Schädlinge nicht einfach auszumerzen, sondern Wechselwirkungen ins Lot zu bringen.»
Es ist einem Geografielehrer der Kantonsschule Zürich Enge zu verdanken, dass Verena Albertins Interesse für das System Erde geweckt wurde. Das Verständnis der Welt als System, in dem alles zusammen- und voneinander abhängt, ist der Naturwissenschafterin auch bei ihrer heutigen Arbeit wichtig. Nach ihrem Studiumsabschluss in Erdwissenschaften an der ETH Zürich, nahm Verena Albertin an einer Exkursion in die Anden teil. Und da, auf über 5000 Meter Höhe, erkannte sie unmittelbar, dass sie sich künftig nicht mehr nur mit Gesteinen beschäftigen wollte, sondern auch mit den Menschen und ihrer Umwelt.
Fünf Jahre später hatte sie nicht nur den Ausweis ‚Höheres Lehramt in Geografie’ in der Tasche, sondern auch den Master in Entwicklungs-zusammenarbeit (NADEL). Zudem verfügte sie über Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen: Der Unterrichtstätigkeit an Mittelschulen waren ein neunmonatiger Projekteinsatz in Gujarat/Indien und verschiedene Einsätze im Bereich Bildung und Entwicklung gefolgt. Ab 2003 arbeitete die Bildungsspezialistin für eine grosse Schweizer NGO als Projektleiterin in Somaliland und war danach bis 2005 in Nairobi für die Koordination von Bildungsprojekten in Kenia, Sudan, Uganda und Somaliland zuständig. «Um einen sinnvollen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten, ist es wichtig, die Realität der Menschen vor Ort mitzuerleben und gemeinsam mit ihnen zu überlegen, welche Unterstützung am wirksamsten ist.»
Zurück in der Schweiz stiess Albertin auf eine Stellenausschreibung von Biovision. «Mir kam als Erstes in den Sinn, dass mein Grossvater Insekten gesammelt hatte - und dass wir Menschen eine ganz eigene Beziehung zu Insekten haben. Dieser spezielle Fokus in Kombination mit meinem Interesse an Bildung und Entwicklung macht meine Arbeit sehr spannend.»
Ihre Freizeit verbringt Verena Albertin mit ihrer Familie, auf der Theaterbühne, am Billardtisch oder an der Kletterwand. Und wenn sie einmal Lust auf Denksport hat, entwickelt sie ein Kreuzworträtsel. Was nicht weiter verwundert bei ihrem Interesse für Systeme.