Frauenförderung durch Landwirtschaft

Marktzugang für Bauernfamilien in Uganda

Die Bauernfamilien im Kayunga Distrikt leben trotz harter Arbeit meist am Rand der Armut. Insbesondere die Frauen haben einen harten Stand und kaum Mitspracherecht. Angesichts des Verlustes der Bodenfruchtbarkeit und der Vergiftungen von Nutztieren durch Agrochemikalien gelangten Bäuerinnen an die lokale "Rural Women Development Association" (RWDA), die sich für eine umweltgerechte, sozialverträgliche Landwirtschaft und für die Rechte der Frauen und Mädchen einsetzt. RWDA fördert vor allem Bäuerinnen aber auch Bauern, indem sie in den Methoden der ökologischen Landwirtschaft und der Erschliessung neuer Einkommensquellen ausgebildet werden. Dazu gehören u.A. die Regeneration ausgelaugter Böden mit Kompost und der Schutz von Feldfrüchten vor Pflanzenkrankheiten und Schädlingen mit biologischen Mitteln. RWDA stützt sich gerne auf Informationen aus dem Farmer Communication Programme von Biovision, die übersetzt und verteilt werden.

Zudem werden die Begünstigten dabei unterstützt, einen verbesserten Marktzugang für ihre Produkte zu erhalten. Die Bauern werden von zwei Partnerorganisationen (RUSBA und Shatwa Mixed Farm) geschult, wie sie ihre Produkte anbauen und durch Trocknen (nur RUSBA) weiterverarbeiten können. Dieselben Partner treten dann auch als Abnehmer für die Erzeugnisse auf, wodurch sich der Marktanschluss ergibt.

Die Frauen und Mädchen des Kayunga Distrikts in Uganda haben einen harten Stand. Trotz Schwerarbeit leben sie auf ihren kleinen Familienbetrieben oft am Rande der Armut.

Entwicklungsziel

Die Ernährungssicherheit, die Gesundheit und die Einkommenssituation der ländlichen Gemeinschaften im Kayunga Distrikt Ugandas sollen durch die Verbreitung von Wissen über ökologische Landwirtschaft und deren Anwendung verbessert werden. 

Relevanz

Durch den Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pestizide können die Bäuerinnen und Bauern in Kayunga die Umwelt entlasten und Geld einsparen. Sie erzielen heute bessere Ernten und erhöhen damit die Ernährungssicherheit. Mit dem Verkauf überschüssiger Produkte können sie zudem Einkommen erwirtschaften. Davon profitieren insbesondere die Frauen, deren Selbstbewusstsein und gesellschaftliche Stellung gestärkt wird.

Begünstigte

800 Kleinbäuerinnen und -bauern profitieren direkt von der Ausbildung in ökologischen Landbaumethoden. 400 Bäuerinnen und Bauern erhalten Unterstützung im Marktzugang für ihre Produkte.

Ziele 2015 - 2017

  • Förderung des ökologischen Landbaus als umweltfreundliche Alternativemittels Ausbildung und Weiterbildung für Bäuerinnen und Bauern
  • Wirtschaftliche Besserstellung von Bäuerinnen und Bauern durch besseren Marktzugang ihrer Produkte
  • Aufbau einer nachhaltigen Organisationsstruktur für einen erfolgreichen Projekt-Abschluss

Bisher Erreichtes

800 Bäuerinnen und Bauern erhielten ein Training in ökologischen Landbaumethoden. In den Bauerngemeinschaften entstanden ein Leitungsgremium und ein Marketinggremium. Im Marketinggremium wurden 10 Mitglieder zu Trainers ausgebildet. Weiter wurden Bauern mit nötigem Saatgut beliefert.

Zusätzliche Informationen

In Kayunga ruht die Bürde der Feldarbeit oft allein auf den Schultern von Frauen und Mädchen. Dennoch bleibt ihnen das Recht auf Mitsprache und Mitbestimmung meist verwehrt, und sie leben oft unter prekären Umständen. RWDA nutzt die landwirtschaftliche Beratung als Türöffner, um so den Prozess für Verbesserungen einzuleiten.