Nyabondo liegt auf einem Hochplateau im Westen von Kenia in der Nähe des Viktoriasees. Die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung ist die Herstellung von handgefertigten Lehmziegeln aus dem Bodenmaterial des ursprünglichen Feuchtgebietes. Dadurch sind auf der Ebene tausende Gruben mit stehendem Wasser entstanden, welche tragischerweise ideale Brutstätten für Mückenlarven darstellen. Durch die Nähe zu den Siedlungen verbreitete sich die Malaria schnell.
In vorhergehenden Projektphasen wurde klar, wie gross der Bedarf an umweltfreundlicher Malaria-Kontrolle ist. Am wichtigsten ist, dass die betroffenen Menschen über die Gefahr, die von stehenden Gewässern als Brutgebiete der Malariamücke ausgeht, informiert werden (spezielle Malaria-Info-Anlässe). Dafür werden einheimische Schlüsselpersonen zu so genannten „Mosquito-Scouts“ (Moskito-Pfadfinder/innen) ausgebildet; ihnen kommt eine sehr wichtige Bedeutung zu, die aktive Beteiligung der Bevölkerung für eine nachhaltige Bekämpfung der Malaria sicherzustellen.
In Gemeinschaftsarbeit werden Tümpel trocken gelegt oder verstopfte Wassergräben gereinigt, damit das Wasser wieder fliessen kann. Ist dies nicht möglich, werden stehende Wasserflächen mit einem umweltverträglichen Bakterium (Bti, Bacillus thuringiensis israelensis) behandelt, um die Mücken in ihrem Larvenstadium zu dezimieren. An die besonders gefährdeten Gruppen (Mütter und kleine Kinder) werden imprägnierte Bettnetze verteilt. Bei richtiger Anwendung sind diese Moskitonetze der sicherste Schutz vor den krankheitsübertragenden Mückenstichen.