Verbesserung der Mangoproduktion durch umweltfreundliche Fruchtfliegen-Kontrolle
Die Mango-Produktion hat in den letzten Jahren in Kenia beachtlich an Bedeutung gewonnen und stellt für viele Bäuerinnen und Bauern eine wichtige Nahrungs- und Einkommensquelle dar. Schätzungsweise werden in Kenia über 12‘000 Hektaren für den Mango-Anbau genutzt. Die Bäuerinnen und Bauern erleiden jedoch regelmässig grosse Ertragseinbussen, welche hauptsächlich durch eingeschleppte Fruchtfliegenarten verursacht werden. Das Weibchen der Fruchtfliege legt ihre Eier in die Mangofrucht. Kurze Zeit später schlüpfen die Maden und ernähren sich vom süssen Fruchtfleisch. Die Mangos verfaulen so von innen her. Durch die strengen Quarantänebestimmungen für Fruchtfliegen wird den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dadurch der Zugang zu lukrativen Exportmärkten wie Südafrika, Europa und Japan verwehrt.
Ziel dieses Projektes ist, durch eine innovative Kombination verschiedener Methoden die Mango-Produktion der Bäuerinnen und Bauern vor der Fruchtfliege zu schützen. Die wichtigste Methode in der Bekämpfung der Fruchtfliege ist die grossflächige Einführung des natürlichen Feindes, einer
Wespenart. Die Wespe (Fopius arisanus) wird in den Mango-Plantagen freigelassen und parasitiert als natürliche Feindin spezifisch die Eier der Fruchtfliege. Wie in anderen Projekten gezeigt nimmt sie auf andere Organismen keinen Einfluss. Ein weiterer natürlicher Feind der Fruchtfliegen ist die Weberameise, welche gezielt in den Mangoplantagen gefördert werden kann, um das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Bäuerinnen und Bauern werden darin ausgebildet, wie sie mit Hilfe von natürlichen Feinden der Fruchtfliege und weiteren integrierten Methoden wie z.B. Köderfallen ihre Mangoplantagen schützen können. Mango-ProduzentInnen lernen, ihre Felder
regelmässig und systematisch zu kontrollieren, um die Wirksamkeit der Massnahmen zu überprüfen.