Grosser Andrang an der Schweizer Premiere des Dokumentarfilms "Taste the Waste" am 4. September 2012 in Zürich. Vor ausverkauftem Saal zeigte Valentin Thurn ins seinem Film die erschreckenden Ausmasse der Lebensmittelverschwendung auf. Fakten zum Thema "Food Waste" (PDF)
Schweizer werfen jährlich rund 1,8 Millionen Tonnen Lebensmittel weg. Bereits die Gemüse-Bauern müssen einen Teil ihrer Produktion aufgrund fragwürdiger Qualitätskriterien entsorgen. Die Sendung 10vor10 des Schweizer Fernsehens nimmt den Fim "Taste the Waste" zum Anlass unseren Umgang mit dem Essen genauer zu beleuchten.
«10vor10» fragt in seinem Beitrag warum beispielsweise Gurken, die zu gross, zu lang oder zu krumm sind, vernichtet werden. Eine Teilschuld tragen wohl auch die Konsumenten, die oft nur ästhetisch perfekte Ware einkaufen – obwohl sie dies gegenüber «10vor10» bestreiten. Der Ansatz von Biovision, mit dem Ausstellungs-Supermarkt CLEVER das Konsumverhalten bewusster zu machen, ist ein konstruktiver Beitrag in der ganzen Debatte um Food Waste.
Taste the Waste" fragt: Wer macht aus Essen Müll? Welche Folgen hat die globale Nahrungsmittel-Vernichtung für das Klima? Und für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen? Der Film findet Antworten bei Bauern, Supermarkt-Direktoren, Müllarbeitern und Köchen. In Deutschland, Österreich, Japan, Frankreich, Kamerun, Italien und den Vereinigten Staaten. Und er findet Menschen, die unserem Essen mehr Wertschätzung entgegenbringen und Alternativen entwickelt haben, um die Verschwendung zu stoppen.
Moderatorin Monika Schärer diskutierte im Anschluss an die Filmvorführung mit Regisseur Valentin Thurn, Hans Rudolf Herren (Präsident Biovision), Bruno Cabernard (Leiter Nachhaltigkeit bei Coop) und Michel Rudin (Geschäftsführer des Konsumentenforums) die Lebensmittelverschwendung in der Schweiz.
27. September 2012: Filmvorführung in Bern.../ 12. Oktober 2012: Filmvorführung in Brugg... / 1. November 2012: Filmvorführung in Thusis.../ Weitere Kino-Termine...
Der Dokumentarfilm hat in Deutschland seit der Premiere auf der Berlinale 2011 weit über 120.000 Besucher ins Kino gelockt und Einfluss auf die politische Debatte genommen. So ist in Deutschland die Diskussion um das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht zuletzt auch seinetwegen voll entbrannt.
Neben ihrem Engagement für eine ökologische Landwirtschaft in Afrika, will Biovision vermehrt auf die Verantwortung der Konsumentinnen und Konsumenten hinweisen. So engagiert sich Biovision für den mobilen Supermarkt Clever – an der Kasse wird die Nachhaltigkeit des Einkaufs genau analysiert und den Kundinnen und Kunden in Form eines Netzdiagramms präsentiert.
Mit unserem Einkaufsverhalten können wir auch Einfluss auf die Geschäftspraktiken der Lebensmittelindustrie und –verteiler nehmen. Davon profitiert letztlich auch unsere Zielgruppe in Afrika als Schwerstbetroffene des Klimawandels und Opfer der weltweiten Spekulation mit Nahrungsmitteln.
