Projekte: Kenia

Nachhaltige Nutzung von Ressourcen

Dorfgemeinschaften kartieren ihre Umwelt - Neue Wege für eine nachhaltige Ressourcennutzung in Tharaka, Kenia

 

Der Kathita Fluss in Zentralkenia hat seinen Ursprung am Mount Kenia und liefert das für das Leben notwendige Wasser für die umliegenden Gebiete. Der Fluss hat für die lokale Bevölkerung nicht nur eine grosse ökologische Bedeutung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in ihrer Kultur. Durch Übernutzung der Wälder im Einzugsgebiet des Kathita Flusses wurde das Ökosystem stark verändert, die Wälder fehlen als Wasserspeicher und Erosionsschutz. Die lokalen Dorfgemeinschaften sehen sich durch diese Auswirkungen heute in ihrer traditionellen Lebensweise bedroht. Biovision unterstützt das kenianische Institut für Kultur und Ökologie (ICE), neue Wege zu finden, wie lokale Gruppen durch die Neubelebung ihres traditionellen ökologischen Wissens ihre Ressourcen nachhaltig nutzen können. Von den Gruppen als prioritär eingestuft wurden dabei der Wiederaufbau degradierter Wälder in den Einzugsgebieten des Kathita Flusses und der Schutz kulturell bedeutsamer Orte.

 

In einem Workshop entwickeln 8 Dorfgemeinschaften im Tharaka Distrikt mit Papier und Stiften eine Art „Karte“. Die Abbildung visualisiert das Wissen der Dorfgemeinschaften über kulturelle Güter und traditionelle Regelungen der Ressourcennutzung. Ältere Menschen erhalten die Möglichkeit, ihr Wissen über die Vergangenheit zu dokumentieren. Generationenübergreifend wird dann die Gegenwart dargestellt und eine gemeinsame Zukunftsvorstellung entwickelt, wie die Ressourcenkonflikte durch die Wiederbelebung traditioneller Nutzungsregelungen gelöst werden können.