Projekte: International

Langzeit-Systemvergleich

Langzeit-Systemvergleich in Kenia: Was kann der biologische Landbau zur nachhaltigen Entwicklung beitragen?

Erklärtes Ziel dieses wissenschaftlich ausgelegten Projektes ist, den Biolandbau als umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Anbauformen in Ostafrika zu fördern. Um den biologischen Landbau in der ländlichen Bevölkerung bekannter zu machen, sind regelmässige Beiträge im monatlich erscheinenden Magazin „The Organic Farmer“ TOF und eine Sendung im „TOF Radio“ geplant, ( Biovisions-Projekt Bauernzeitung „The Organic Farmer“ und Radio ). In einem Feldversuch werden die verschiedenen Anbauformen (konventionell und biologisch) verglichen. Von Interesse ist speziell der Zusammenhang zwischen biologischen Anbauformen und Ertrag sowie der Qualität und Haltbarkeit von Feldfrüchten. Erste wissenschaftlich erwiesene Erkenntnisse sind, dass bei guten Böden und ausreichend Regenfall der Ernteertrag nach der Umstellung von konventionell auf biologischen Anbau gleich gross war wie bei konventionellen Anbau. In Gebieten mit weniger guten Böden war die Ernte im ersten Jahr nach der Umstellung um die Hälfte kleiner und mehr Dünger führte nicht zu mehr Erträgen. Die teure Investition in Dünger lohnt sich unter solchen Bedingungen für die Bauern nicht. Wichtiger ist es, die Fruchtbarkeit der Böden auf nachhaltige Weise zu steigern. Neben Standorten in Bolivien und Indien sind die Standorte Kenia, Thika und Chuka, in verschiedenen agroökologischen Zonen gewählt. An beiden Orten wird jeweils ein Feldtag durchgeführt, an dem sich interessierte Bäuerinnen und Bauern über biologischen Landbau und die Versuche informieren können.