
Im Gibhe Tal bei Tolay ist die Bürde der Malaria besonders gross und einer der Hauptgründe für die hohe Kindersterblichkeit. Das Projekt zur Malaria-Kontrolle in Äthiopien folgt denselben Prinzipien, die in den Pilotprojekten in Kenia (Malindi und Nyabondo) entwickelt und verbessert wurden. Die Bevölkerung wird an Malaria-Informationstagen über die Gefahr, die von malariaübertragenden Mücken ausgeht, sensibilisiert. In Gemeinschaftsarbeit werden Brutgebiete (z.B. Tümpel) trockengelegt oder Wassergräben gesäubert, damit das Wasser wieder fliesst. Ist dies nicht möglich, werden die stehenden Gewässer mit einem umweltverträglichen Bakterium (Bti, Bacillus thuringiensis israelensis) behandelt.
Pflanzenextrakte zur Schädlingsbekämpfung
Ergänzend zu diesem bestehenden Projekt wird neu auch die Verwendung von Pflanzenextrakten für eine umweltfreundliche Malariabekämpfung gefördert. Aus den Samen des „Neem“-Baumes wird beispielsweise ein Extrakt gewonnen, das effizient gegen die Mückenlarven eingesetzt wird. Pflanzliche Produkte können zudem auch erfolgreich für die Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft verwendet werden und ersetzen so den Bedarf an chemischen Pestiziden. Dieses Projekt unterstützt die Menschen in Tolay bei der Herstellung und Verwendung von Pflanzenextrakten für eine umweltfreundliche Malaria- und Schädlingsbekämpfung. Die BewohnerInnen werden an Kursen über die Wirksamkeit von Pflanzenextrakten im Bereich der Malaria- und Schädlingsbekämpfung informiert und lernen, wie sie selbst die Pflanzen anbauen und verwenden können. Für Frauen eröffnen sich neue Möglichkeiten, in dem sie die angebauten Produkte auf dem Markt verkaufen können, um ein zusätzliches Einkommen für ihre Familien zu generieren.
Projektnummer:
BV HH-03 / BV HH-03.A
Download: Projektdokumentation Malariakontrolle (PDF)
Projektdokumentation Pflanzenextrakte (PDF)