2.8.2017

Overshoot-Day: Ressourcen sind heute bereits aufgebraucht

Text: Anna Steindl, Kommunikation & Online Redaktion

Sechs Tage früher als  2016 sind die jährlich weltweit verfügbaren und nachhaltig nutzbaren Ressourcen am heutigen 2. August bereits aufgebraucht. Sprich, wir nutzen die Erde viel intensiver, als sie sich regenerieren kann.  Den Rest des Jahres leben wir wieder auf Pump und somit auf Kosten der nächsten Generationen. 

Der sogenannte Earth Overshoot-Day (dt. Welterschöpfungstag der Erde) wird jedes Jahr von der Forschungsorganisation footprintnetwork.org berechnet. Er zeigt die Aufzehrung der globalen Gemeinschaftsgüter auf: Wir stossen mehr CO2 aus als Wälder, Boden und Meere absorbieren können, verbrauchen mehr Holz als nachwachsen kann und fangen schneller Fisch, als sich die Bestände erholen. Der Welterschöpfungstag kommt jedes Jahr früher, im Jahr 1987 erreichten wir ihn am 19. Dezember, im Jahr 2000 am 23. September und im Jahr 2012 am 22. August.

Die benötigte Anzahl an Erden steigt immer weiter. Besonders der Verbrauch fossiler Energien steigt rasant.

Den Löwenanteil, des heutigen Overshoots, gleichzusetzen mit dem ökologischen Fussabdruck, macht der CO2-Ausstoss (60%) aus. Um das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen, zu erreichen, müsste die Nutzung fossiler Energie vor 2050 komplett eingeschränkt werden.

Eine zweite Erde muss her?

Umgerechnet benötigen wir im weltweiten Durchschnitt pro Jahr 1.7 Erden, um unseren Ressourcenhunger zu stillen. Die Schweiz verbraucht wie Deutschland und Frankreich rund 3 Erden pro Jahr. Am meisten Ressourcen benötigen Australien und die USA mit etwa 5 Erden pro Jahr, wobei Indien die Kapazitäten mit 0,6 Erden nicht ausschöpft.

Umkehr noch möglich

Wenn wir den Overshoot Day jährlich 4.5 Tage nach hinten schieben würden, könnten wir bis zum Jahr 2050 wieder innerhalb der natürlichen Grenzen der Erde leben.  Das Global Footprint Network zeigt aber auch auf, wie der Overshoot-Day wieder nach hinten verschoben werden kann. Die Vermeidung von Foodwaste würde 11 Tage und eine Halbierung des CO2-Ausstosses sogar 89 Tage einbringen (siehe auch #movethedate). In diesen und noch vielen weiteren Bereichen kann jeder und jede Einzelne etwas beitragen. Biovision, with its projects

Biovision gestaltet mit den Projekten „SDSN Switzerland“ und „Der Schweiz Beine machen - Agenda 2030“  den Wandel zu einer nachhaltigen Entwicklung im Inland aktiv mit.

Das Projekt „Nachhaltig konsumieren“ verfolgt mit der Wanderausstellung “CLEVER – spielend intelligent einkaufen“ das Ziel, die Schweizer Bevölkerung für nachhaltigen Konsum zu sensibilisieren und motivieren.

Den eigenen ökologischen Fussabdruck berechnen: Footprint Calculator 

Biovision gestaltet mit den Projekten „SDSN Switzerland“ und „Der Schweiz Beine machen - Agenda 2030“  den Wandel zu einer nachhaltigen Entwicklung im Inland aktiv mit.

Das Projekt „Nachhaltig konsumieren“ verfolgt mit der Wanderausstellung “CLEVER – spielend intelligent einkaufen“ das Ziel, die Schweizer Bevölkerung für nachhaltigen Konsum zu sensibilisieren und motivieren.

Den eigenen ökologischen Fussabdruck berechnen: Footprint Calculator

Weieter Informationen auf www.overshootday.org