7.12.2015

Monsanto Tribunal angekündigt

Im Oktober 2016 soll der amerikanische Grosskonzern Monsanto in Den Haag auf die öffentliche Anklagebank kommen. Eine Gruppe von prominenten Verfechtern für eine nachhaltige Landwirtschaft, unter ihnen Biovision Präsident Hans Herren, hat im Rahmen der Klimakonferenz in Paris das „Monsanto Tribunal“ angekündigt.

Der wichtigste Hersteller von Gentechnik-Saatgut und Agrochemikalien, wie etwa Glyphosat, soll für seinen Beitrag zum Klimawandel, der Zerstörung unserer Umwelt und der Lebensgrundlage vieler Menschen angeklagt werden. Das Tribunal hat zwar keine realen rechtlichen Folgen, soll aber von echten Richtern und Anwälten durchgeführt werden. Mit dieser Aktion wollen die Initiatoren das Verhalten von Monsanto einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen.

Bis zum Beginn des Tribunals am 12. Oktober 2016 sollen nun juristische Beweise zu den Machenschaften des Multinationalen Konzerns zusammengetragen werden. Zu den Initiatoren des Monsanto-Tribunals gehören neben Hans Herren weitere bekannte Persönlichkeiten wie die indische Saatgut- und Menschenrechtsaktivistin Vandana Shiva, die ehemalige französische Umweltministerin Corinne Lepage und der ehemalige UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Ernährung Olivier De Schutter.

Und warum will Hans Herren, dass Monsanto auf die Anklagebank kommt? „Weil Monsanto nichts dazu beiträgt, die Landwirtschaft nachhaltig zu gestalten und die Nahrungssicherheit langfristig zu gewähren. Die Welt braucht Monsanto nicht.“ kommentierte Herren.

Die Stiftung Biovision unterstützt die Ziele dieser Aktion, welche die Problematik und die Folgen der weltweit vorangetriebenen industrialisierten Landwirtschaft im Rahmen eines Tribunals verhandeln wird. Zudem ist es dringend nötig, dass über die Alternativen und die Lösungsansätze einer nachhaltigen Landwirtschaft ein öffentlicher Diskurs stattfindet.