8.6.2017

Leuchttürme der Hoffnung

Im „Beacons of Hope" Projekt setzt sich Biovision mit nachhaltigen Ernährungssystemen auseinander. Wir arbeiten den entsprechenden Forschungsstand auf und analysieren vielversprechende Initiativen vom Feld bis zur Politik, die einen Wechsel zu nachhaltigen Ernährungssystemen anstreben. Ziel ist es, Erfolgsmodelle für eine Nachhaltigkeitstransformation im Ernährungsbereich zu identifizieren.

Nachhaltige und ökologische landwirtschaftliche Methoden für die Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 2 (SDG2), „Kein Hunger“, sind ein wichtiges Thema der anwaltschaftlichen Arbeit von Biovision. Das „Beacons of Hope“ Projekt, welches Biovision im Auftrag der „Global Alliance for the Future of Food“ durchführt, erkennt und betrachtet nun Initiativen und Projekte zu nachhaltigen Nahrungssystemen aus aller Welt und versucht herauszufinden, was diese erfolgreich macht.

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus den Bereichen „Sustainability Transition“ (Übergang zur Nachhaltigkeit) und nachhaltigen Ernährungssystemen, haben wir eine Analysemethodik für dieses Vorhaben entwickelt. In einem ersten Schritt werden die Nachhaltigkeitsdimensionen für Nahrungssysteme abgebildet und bewertet. Im nachfolgenden, zweiten Schritt sollen „Wege zur Transformation“ erkannt und analysiert werden, das heisst, entscheidende Charakteristika und Wirkungspfade von erfolgreichen Initiativen herauskristallisiert werden.

Bis heute haben wir mittels einer Onlineumfrage über 130 Projekte und Initiativen zusammengetragen und auf dessen ganzheitliche Nachhaltigkeit überprüft. Für Initiativen welche sich auf die landwirtschaftliche Produktion fokussieren, zeigen die provisorischen Resultate, dass die nachhaltigsten Initiativen im Bereich der Agroökologie zu finden sind. Für andere Bereiche des Ernährungssystems wurden ebenfalls viele innovative Ansätze gefunden. Beispielsweise aus dem städtischen Bereich die direkten Verknüpfung von Konsumenten und Produzenten oder aber ganzheitliche, nachhaltige ökologische Politiken auf nationaler Ebene.

Die nächsten Schritte des Projektes bestehen darin, die vielversprechendsten Initiativen mittels ausführlichen Interviews vertieft zu betrachten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuschälen und Muster zu erkennen. Schlussendlich werden die innovativsten und spannendsten Initiativen und deren „Erfolgsgene“ durch die Global Alliance als „Leuchttürme der Hoffnung“ verwendet und kommuniziert. So sollen sie eine Inspirationsquelle für eine Transformation hin zu erneuerbaren, widerstandsfähigeren, vielfältigeren, gerechteren, gesünderen Nahrungssystemen werden.

Sustainable Development Goals (SDGs)
Nachhaltige Entwicklungsziele der UNO: Die Ziele für nachhaltige Entwicklung, welche im Herbst 2015 von der Generalversammlung der UNO verabschiedet wurden, definieren den Zielrahmen der Projektarbeit von Biovision. Biovision engagierte sich bereits bei der Formulierung der Ziele und nun auch bei deren Umsetzung. In diesem Projekt stehen folgende Ziele im Fokus: