30.10.2017

Grosses Interesse für «Kurswechsel Landwirtschaft»

 

Am 11. Oktober 2017 haben Kenia und Senegal gemeinsam mit Biovision und dem Millennium Institute ihre Erfahrungen aus dem Biovision-Programm «Kurswechsel Landwirtschaft» vor anderen afrikanischen Staaten und Nichtregierungsorganisationen präsentiert. Der Programmansatz stiess bei allen Anwesenden auf grosses Interesse.

Von Natalina Töndury, Projektleiterin Advocacy & Policy

Die Teilnehmenden des Anlasses unter dem Titel «Integrierte Politikplanung zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)» kamen aus verschiedensten afrikanischen Ländern: Über dreissig StaatsvertreterInnen und VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen aus Ländern wie Uganda, Südsudan, Südafrika, Liberia und Kamerun waren anwesend und zeigten grosses Interesse für die Zwischenbilanz des Biovision-Programms «Kurswechsel Landwirtschaft», in dessen Rahmen Biovision und das Millennium Institute seit 2012 eng mit den afrikanischen Staaten Kenia und Senegal zusammenarbeiten. Auch Vertreter der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Welternährungsorganisation FAO waren anwesend und richteten eine Willkommensbotschaft an die Teilnehmenden.

plenum
Auf zwei inhaltliche Präsentationen zum Biovision-Programm „Kurswechsel Landwirtschaft“ folgte eine angeregte Diskussion mit VertreterInnen verschiedener afrikanischer Staaten zu möglichen Ansätzen, um die Erreichung der SDGs insbesondere im Landwirtschaftssektor voranzutreiben.
hans herren
Hans Herren, Präsident von Biovision und des Millennium Institutes, weist auf die Relevanz der ganzheitlichen Planung zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) hin.
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Anne Onyango aus dem kenianischen Landwirtschaftsministerium präsentierte ihre Erfahrungen mit dem Biovision-Programm «Kurswechsel Landwirtschaft».
saliou diouf
Mamadou Saliou Diouf, senegalesischer Botschafter in Rom, betonte, wie wichtig die nachhaltige Landwirtschaft im Senegal für die ökologische und soziale Entwicklung des Landes ist.
natalina web
Natalina Töndury von der Stiftung Biovision präsentierte die wichtigsten Learnings aus dem Programm «Kurswechsel Landwirtschaft» im Senegal.


Nachhaltigere Landwirtschaftspolitiken nötig

Hauptziel des am Anlass vorgestellten Programmes «Kurswechsel Landwirtschaft» ist es, in Kenia und Senegal nachhaltigere Landwirtschaftspolitiken zu planen und somit der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) einen Schritt näher zu kommen. Dabei achtet Biovision insbesondere darauf, dass sich alle betroffenen Bevölkerungsgruppen – Bäuerinnen und Bauern, VertreterInnen des Privatsektors, der Forschung und der Zivilgesellschaft sowie Regierungsvertreterinnen – einbringen können. Das Millennium Institute seinerseits bringt die nötigen Tools und das Knowhow, die es erlauben, verschiedene Szenarien für den Landwirtschaftssektor zu simulieren und deren Nachhaltigkeit zu analysieren.

Grosse Nachfrage nach innovativen und ganzheitlichen Ansätzen
Das grosse Interesse der Gäste zeigte, dass innovative und ganzheitliche Ansätze im Landwirtschaftssektor zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung sehr gefragt sind. 17 Ziele und 169 Unterziele sollen bis 2030 von allen Staaten weltweit erreicht werden; das ist kein einfaches Unterfangen. Ziel zwei, das beim Programm «Kurswechsel Landwirtschaft» im Mittelpunkt steht, sieht beispielsweise vor, dasden Zugang zu ausreichender und gesunder Nahrung für alle Menschen bis 2030 überall auf der Welt zu garantieren. Dies zu erreichen ist gerade in Regionen, die stark von Armut und vom Klimawandel betroffen sind, eine grosse Herausforderung.