28.6.2017

Keine Zeit mehr verschwenden

Text, Bilder und Videos von Meng Tian, Kommunikation & Online-Redaktion Biovision

Die 35-jährige Joanne Cissy aus Uganda baut seit vier Jahren ökologisch an und ist begeistert: "Ich habe Wissen und Reichtum gewonnen durch die ökologische Landwirtschaft. Das hilft mir enorm für die Zukunft."

im garten dsc
Joanne Cissy gilt als Expertin für Medizinalpflanzen in der Bauerngruppe.
simon ojambo dsc
Simon Ojambo, Leiter der RWDA, teilt das Wissen über ökologische Landwirtschaft mit vielen Bäuerinnen und Bauern wie Joanne.
versammlung dsc
Bei einem öffentlichen Treffen im Rahmen des Biovision-Projekts gibt Joanne ihre Erfahrungen in ökologischen Anbaumethoden weiter.
portrait dsc
Von kleinen Setzlingen zu grossen Früchten – Joanne demonstriert den Anbau anhand einer Bio-Mango.


Die Erfolgsgeschichte begann wie so oft mit einem einfachen Gespräch. Simon Ojambo, Leiter der RWDA (Rural Women Development Association Uganda), sprach Joanne bei einem Hausbesuch in 2013 auf die Kosten an, die sie täglich für chemische Dünger und Pestizide auf ihrem Hof ausgab. Er öffnete ihr die Augen, dass diese nicht nötig wären mit ökologischen Anbaumethoden und erzählte ihr vom Biovision-Projekt "Frauenförderung durch ökologische Landwirtschaft" im Kayunga Distrikt in Zentral-Uganda. Joanne wurde daraufhin neugierig, nahm wenig später an einem Training für Bäuerinnen und Bauern teil - und der Rest ist Geschichte.

"Ich habe gelernt, wie man selber ökologischen Dünger produzieren kann. Seitdem brauche ich auch nie mehr Pestizide", sagt Joanne stolz. Sie produziert heute mehr als genug Nahrung, um ihre Familie zu ernähren, und verkauft den Überschuss dienstags und freitags direkt am Bauernmarkt. Mittlerweile ist sie Vorstandsmitglied bei der RWDA und wird als Expertin für Medizinalpflanzen geschätzt und immer wieder um Rat gefragt. Das Projekt habe ihr Leben definitiv positiv verändert, sie verschwende jetzt keine Zeit mehr, betont sie im Interview.


Für die Zukunft wünscht sich Joanne mehr Landfläche zum Anbauen und mehr Gewinn mit der ökologischen Landwirtschaft. "Mir geht es heute schon sehr gut, ich kann meine Familie versorgen und anderen Leuten helfen. Ich wünsche mir, dass es noch lange so weiter geht", sagt die Power-Frau mit kräftiger Stimme und strahlenden Augen.


» Mehr zum Projekt "Frauenförderung durch ökologische Landwirtschaft" in Uganda