30.06.2017

Frauenpower dank dem TOF

Text von Anna Steindl Kommunikation & Online Redaktion

Seit Joyce Okwara den TOF (The Organic Farmer) liest, hat sich ihr Leben grundlegend verändert. Sie hat sich zusammen mit 15 weiteren Frauen ein gut laufendes Agribusiness aufgebaut.

Alles begann im Jahr 2012, als Joyce Okwara aus Nambale, Kenia, das erste Mal das Magazin TOF in ihren Händen hielt. Aus Neugier probierte sie die agrarökologischen Methoden aus, die gute Erträge ohne Einsatz chemischer Dünger oder Pestizide versprachen. Mit Erfolg: das Wissen zu einfachen, kostengünstigen und gleichzeitig umweltschonenden Methoden zahlte sich aus. „Meine Ernteerträgen waren um einiges höher, als mit den konventionellen Anbaumethoden“ berichtet Joyce Okwara.

Gemeinsam statt einsam

Joyce erzählte anderen Frauen von ihren Erfolgen. Das Interesse war gross und so gründete sie die Frauengruppe „Great Sisters Women Group“. Ziel der Gruppe ist es, durch den Austausch von Wissen und Erfahrung im ökologischen Landbau, die Ernährung der Gemeinschaft mit gesunden Lebensmitteln zu sichern. „In der Gruppe kann man einfach mehr leisten“, meint Okwara (siehe Geschichte im aktuellen TOF). Die Inhalte des TOFs haben sie auf ganz neue und wirksame Ansätze gebracht, mit diversen landwirtschaftlichen Herausforderungen umzugehen, erzählt sie.

Mit den Methoden der Agrarökologie erzielt Joyce Okwara sehr gute Erträge.

Garten in Mandalaform

Vom TOF haben die Frauen u.a. gelernt, das Land zu bestellen, Kompost herzustellen und Pflanzen zu ziehen. Für das gemeinschaftliche Lernen und Gärtnern hat Joyce Okwara ein Stück ihres Landes zur Verfügung gestellt, wo ein Mandalagarten entstanden ist. In einem ausgeklügelten jedoch sehr einfach umzusetzenden System gedeiht dort eine grosse Vielzahl an essbaren Pflanzen auf kleinem Raum. Ein solcher Mandalagarten ist perfekt als Küchengarten geeignet und sieht dabei noch schön aus. Die hohen Erträge überzeugen die Frauengruppe voll und ganz von diesem Anbausystem.

Positive Zukunftsaussichten

Inzwischen hat Joyce mit der aus 15 Mitgliedern bestehenden Frauengruppe ein gut laufendes Business aufgebaut. Sie verkauft ihre ökologisch produzierten Früchte und Gemüse sogar an Schulen. Das wichtigste jedoch ist, dass die Frauen ihre eigenen Familien ernähren und das Schulgeld für ihre Kinder bezahlen können. Durch die Einnahmen des Business konnte Frau Okwara sogar ein Silo für die Maislagerung kaufen, um überschüssige Ernteerträge für die spätere Verwendung lagern zu können. Mal sehen, wohin die Ratschläge, Tipps und Tricks aus dem TOF die Frauengruppe noch führen werden? Wir sind gespannt auf weitere positive Entwicklungen.